Hechingen Historische Plattenspieler im Landesmuseum
Schwarzwälder-Bote, 03.08.2012 22:00 UhrHechingen. Antike Grammophone sind demnächst im Hohenzollerischen Landesmuseum in Hechingen zu bewundern. Die Ausstellung wird am Dienstag, 21. August, um 19 Uhr eröffnet.
Stefan Schmidt-Lawrenz wird in die Ausstellung einführen, Bürgermeisterin Dorothea Bachmann übernimmt die Begrüßung.
Grammophone sind eine Erfindung von Emil Berliner aus dem Jahr 1887. Im Gegensatz zu dem schon zehn Jahre zuvor erfundenen Phonopraphen wird beim Grammophon eine runde Platte (Schallplatte) benutzt. Dieses Prinzip setzte sich durch und war Jahrzehnte lang Standard. Ursprünglich bestand die Schallplatte aus Zink. Jede musste einzeln hergestellt werden. Der Trichter diente zur Verstärkung des Schalls. Ab 1895 waren Schellackplattten der übliche Tonträger. Diese konnten vervielfältigt werden und das Grammophon entwickelte sich dadurch zum Massenprodukt. Da ab 1910 die großen Trichter unmodern geworden waren, wurde sie zunehmend in Möbeln wie Schränken oder auch Statuen versteckt. Von 1920 an wurden Koffergrammophone hergestellt, die leicht transportiert werden konnten. Die Sammlung Geigle, aus der die Sonderausstellung bestückt wird, ist eine der größten Grammophonsammlungen Deutschlands überhaupt. Sie umfasst tausende Gegenstände rund ums Grammophon und den nachfolgenden Geräten zur Musikwiedergabe.
Die Sonderausstellung zeigt einen Querschnitt zur Geschichte des Grammophons, wobei die ältesten Exponate über 100 Jahre alt sind.


