Hechingen Geselligkeit macht die Treffen beliebt

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Klaus Conzelmann (links), Vorsitzender des Ortsvereins des Deutschen Roten Kreuzes in Hechingen, ist stolz auf das Engagement von Severin Ritter (rechts), der die DRK-Deniorennachmittage organisiert. Foto: Ertl Foto: Schwarzwälder-Bote

Ob Zauberer, Polizist, Feuerwehrmann oder Schornsteinfeger – beim Seniorennach-mittag des Ortsverbands des Deutschen Roten Kreuzes kommt durch interessante Gäste keine Langeweile auf.

Hechingen. Dafür sorgt Severin Ritter, der seit 59 Jahren im Ortsverband aktiv ist und die Nachmittage organisiert. Im Jahre 2005 hatte Ritter zum ersten Mal selber am Seniorennachmittag des Deutschen Roten Kreuzes in Hechingen teilgenommen, ein Jahr später übernahm er bereits die Leitung der Veranstaltung. Seitdem hat sich der 74–Jährige einiges einfallen lassen: Neben Vorträgen zu Homöopathie, Notfallnachsorge und Ernährungsberatung konnten die Senioren schon den spannenden Geschichten einer Märchenerzählerin lauschen. Hin und wieder gebe es auch musikalische Auftritte.

"Das Programm ist an die Jahreszeiten angepasst", erklärt Ritter. Deshalb sei das nächste Treffen, das am 7. Dezember stattfindet, als Adventsnachmittag geplant. Im Frühjahr gebe es Fasnetsnachmittage und im Sommer werde jährlich ein Ausflug organisiert.

Nach zehn Jahren gehen da schon einmal die Ideen aus, gab Ritter zu. Er recherchiere deshalb viel im Internet und hole sich Inspiration von anderen Seniorentreffen in der Region.

Die Geselligkeit macht die Seniorennachmittage so beliebt

Die Geselligkeit und das Zusammenkommen seien das Schöne an den Nachmittagen, erzählt Ritter. Im Laufe der Zeit hätten sich kleine Grüppchen gebildet, sodass es gleich auffalle, wenn ein Gesicht fehle.

Ungefähr 30 Senioren im Alter zwischen 70 und 90 Jahren nutzen aktuell das Angebot des Roten Kreuzes. Willkommen sind alle interessierten Senioren, nicht nur Mitglieder und Ehemalige des Ortsverbands. "Es waren schon mehr", bedauert Ritter. Auch den Vorsitzenden des DRK–Ortsverbands, Klaus Conzelmann, erfüllt das zunehmend mit Sorge: Ein so spannendes Programm könne in Zukunft nur geboten werden, wenn auch genügend Publikum da sei.

Hinter dem Ganzen stecke nämlich sehr viel Arbeit. "Alleine könnte ich das nicht bewältigen", gesteht Ritter. Denn neben der Organisation müsse jemand den Saal dekorieren, Stühle aufstellen und die Senioren bewirten. Kaffee, Kuchen und Getränke gehören fest zu den Nachmittagen dazu, die einmal im Monat ab 14 Uhr stattfinden und bis zu zweieinhalb Stunden dauern. Dafür sei die Hilfe der vier Frauen Rita Haber–Bosch, Renate Hojdem, Andrea Textor–Heid und Ritters Ehefrau Elisabeth Ritter unerlässlich.

Und damit der Weg bis ins Rotkreuzhaus in der Fredwest-Straße in Hechingen, wo die Veranstaltung stattfindet, für keinen ein Problem darstellt, bietet der Ortsverein extra einen Fahrdienst an. Jeder, der sich dafür anmeldet, wird daheim abholt und abends wieder nach Hause gebracht. Fahrer ist – wer hätte es anders erwartet – Ritter selbst.

Klaus Conzelmann, der DRK-Vorsitzende des Ortsverbands ist Severin Ritter für seine Arbeit sehr dankbar. Er wisse nicht, was ohne ihn aus dem Seniorennachmittag werden würde. Nur wenige seien sozial so engagiert wie er.

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