Hechingen Fitness-Studio erlebt Ansturm

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Wer seinen guten Vorsatz, mehr Sport zu treiben, vier Wochen lang regelmäßig durchhält, hat gute Chancen, dass das Training zur Gewohnheit wird, verspricht Sportstudio-Inhaber Markus Beuter. Foto: Stopper

Hechingen - Gute Vorsätze für das neue Jahr – das haben viele. Mehr Sport machen, zum Beispiel. Einige setzen das auch in die Tat um. »Ja, im Januar trainieren die Leute schon deutlich mehr«, bestätigt Markus Beuter.

Er betreibt das »fit line« in der Hofgartenstraße, eines von mehreren Sportstudios in Hechingen. Und seine Erfahrung dürften auch die Betreiber der anderen Studios teilen: Das Problem seiner Kunden sind nicht die guten Vorsätze, das Problem ist das Durchhalten.

Wie schafft man es, dass die Anfangseuphorie nicht gleich bald wieder verpufft? »Man sollte von Anfang an mindestens zweimal in zehn Tagen trainieren«, erklärt er. Dann spüre man den positiven Fortschritt. »Wenn man merkt, dass sich der Körper verändert, dass man fitter wird, mehr Ausdauer hat, das ist total toll«, erklärt er. Das mindestens vier Wochen lang durchhalten, »dann ist man durch den Erfolg so motiviert, dass man auch weitermacht«, so sein Tipp. Nach vier Wochen sei das Training Gewohnheit. Wer stattdessen wenig und unregelmäßig trainiere, müsse sich immer wieder neu aufraffen. Das koste Kraft.

Ihm selber fiel das Trainieren nie schwer. Mit zwölf Jahren war er in Bodelshausen erfolgreicher Fußball-Torwart. Krafttraining begann er zum Ausgleich, dann packte ihn die Faszination am Bodybuilding. Er beschwatzte die Eltern, dass sie ihm Hanteln kaufen. Später nahm er erfolgreich an Wettkämpfen teil. Morgens um 6 aufstehen, eine Stunde Radeln, abends zwei Stunden Gewichte und zwei Stunden radeln. Dazu ein exakter Speiseplan. »Disziplinprobleme hatte ich eigentlich nie. Das Training hat mich einfach fasziniert«, erklärt er. 1992 übernahm er das Studio in der Hofgartenstraße.

Als Trainer versucht er seither, auch andere zu motivieren. Überwiegend nicht zum Bodybuilding. »Hier kommen auch viele Ältere, weil sie Gesundheitsprobleme haben«, sagt er. Zum Einstieg gibt es ein Zirkeltraining mit Geräten, die sich automatisch auf die Körpermaße einstellen. Muskeln stabilisieren die Gelenke. Sein ältester Kunde ist 82 Jahre alt. »Wer merkt, dass durch das Training die Schmerzen weggehen, der kommt regelmäßig«, stellt er fest. »Die freuen sich einfach, dass sie wieder schmerzfrei aufstehen können.«

Natürlich trainiert in seinem Studio auch die Jugend, teilweise sogar Kinder. Einige betreiben auch andere Sportarten. Sie nutzen das Studio, um einseitige Belastungen zu vermeiden. Auch sein Sohn gehört zu dieser Sorte. Er ist Torwart beim SSV Reutlingen. »Ein paar Muskeln mehr machen einen in jeder Sportart besser«, weiß der Vater.

Andere wollen im Studio hauptsächlich Pfunde verlieren, besser aussehen. »Ich kann jeden in zehn Wochen zum Athlet machen«, sagt Markus Beuter, aber dazu grinst er vielsagend. Für einen solchen Effekt müsse man extremen Einsatz bringen, sein Leben komplett umkrempeln. Das schaffe kaum jemand. Aber in vier Monaten zur erkennbar sportlichen Figur, das sei bei normalem Trainingseinsatz durchaus erreichbar.

Wie man es schafft, das durchzuhalten? »Man darf sich nicht überschätzen«, rät Beuter. Es gebe Leute, die wirkten zu Beginn total euphorisch, die wollten sofort einen langfristigen Vertrag unterschreiben, in möglichst viele Geräte eingewiesen werden, »da bin ich aus Erfahrung skeptisch, ob das was wird«. Man müsse lernen, sich und seine Kräfte einzuschätzen und nicht gleich aufzugeben, das sei im Sport ganz grundsätzlich wichtig, sagt der Trainer. Wer das beherzige, könne seine guten Vorsätze umsetzen.

Und für die, denen bald wieder die Luft ausgehe, gelte: »Immer wieder probieren und später wieder neu anfangen, für den Einstieg in den Sport ist es wirklich nie zu spät.«

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Klaus Stopper

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