Hechingen "Jugend debattiert": Ellen Schneider will ins Finale

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Ellen Schneider bereitet sich unter anderem in der Bücherei des Hechinger Gymnasiums vor. "Da habe ich meine Ruhe", meint die Elftklässlerin. Foto: Zahner

Hechingen/Grosselfingen - Ellen Schneider ist mit ihren 17 Jahren schon ein echter Debattier-Profi. Die Hechinger Gymnasiastin tritt am Dienstag, 16. Februar, ab 19 Uhr im Hechinger Gymnasium im Regionalverbund-Finale des Wettbewerbs "Jugend debattiert" an.

Einen Heimvorteil habe sie deswegen aber nicht. "Es ist ja nicht so wie im Sport, wo man einen Vorteil hat, wenn man die Platzbeschaffenheit kennt", sagt die sympathische Grosselfingerin und lacht dabei. "Beim Diskutieren kommt es ja nicht auf den Ort an", fügt sie hinzu. Allerdings gibt sie zu, dass es sicherlich eine besondere Situation sei, da viele vorbeikämen, die sie kenne. Da hilft es ihr, dass sie bereits zum dritten Mal an diesem Wettbewerb teilnimmt.

Bei diesem geht es immer um ein Thema, bei dem man entweder die Pro- oder die Contra-Seite zu vertreten hat. Am Dienstag im Finale diskutiert Ellen Schneider mit Marcel Toth, Laura Andacic (beide vom Kepler-Gymnasium Reutlingen) und Marco Regner (vom Quenstedt-Gymnasium Mössingen), ob an der Schule regionale Dialekte unterrichtet werden sollen.

Zwei von ihnen haben die Aufgabe, sich für Dialekte im Unterricht auszusprechen. Ellen nimmt dabei die Contra-Seite ein.

"Ich muss auf die Argumente reagieren. Da muss ich sehr flexibel sein", sagt sie. Außerdem komme es vor allem auf die Gesprächsfähigkeit und Sachkenntnisse an.

Diese holt sie sich aus dem Internet und aus Büchern. "Infos herausholen, abwägen, welche davon Sinn machen und sich auch mit den Pro-Argumenten beschäftigen", beschreibt die Gymnasiastin die Vorbereitung.

Mit der Contra-Seite ist die Grosselfingerin allerdings nicht ganz glücklich. "Es gibt viele Studien, die für den Dialekt-Unterricht sprechen. Und Studien zu widerlegen, ist schwierig", weiß Schneider.

"Dieses Jahr ist es mein Ziel, ins Landesfinale zu kommen"

Dennoch habe sie ein gutes Gefühl, zu den beiden gehören zu können, die dann in Stuttgart zur Qualifikation fürs Landesfinale antreten dürfen. "Dort bin ich vor zwei Jahren ausgeschieden. Dieses Jahr ist es mein Ziel, in Stuttgart ins Finale zu kommen", sagt Ellen selbstbewusst.

Zu sehr unter Druck setzte sie sich deswegen aber nicht. "Ich sage jetzt nicht ›ich will unbedingt weiterkommen‹", so die 17-Jährige, die trotz ihres Diskussionsgeschicks keine Karriere in der Politik anstrebt.

"Ich will Journalistin werden", sagt Ellen, die dafür zunächst an der Dualen Hochschule in Ravenburg Medien- und Kommunikationswirtschaft studieren möchte.

"Reden und Schreiben gehören zu meinen Hobbys", sagt die Gymnasiastin, die nebenher noch die Theater-AG der Schule leitet, Klavier spielt und in den Halbzeitpausen bei den Balinger Handballern mit ihrer Cheerleading-Gruppe den Zuschauern einheizt.

"Nur rumsitzen und nichts tun, das ist für mich vergeudetet Zeit", sagt das Energiebündel. Dies wird Ellen auch am Dienstag nicht tun, denn da muss sie agieren, um die Jury zu überzeugen.

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