
Von Klaus Stopper
Hechingen. Wie Hechingen zu dem vom Regionalverband gehegten Plan steht, bei Beuren ein Reservoir für ein Pumpspeicherkraftwerk zu bauen, steht noch nicht fest. Der Entscheidungsfindungsprozess im Rathaus läuft gerade erst an. Bürgermeisterin Dorothea Bachmann hatte in der Beurener Ortschaftsratsitzung erstmals öffentlich erklärt, dass auch Beuren vom Regionalverband Neckar-Alb als Standort für ein Pumpspeicherwerk ins Auge gefasst wird. Die Planung befindet sich noch in einem frühen Stadium, denn am Albtrauf kommen mehrere mögliche Standorte in Frage, unter denen nun eine Auswahl getroffen werden soll.
Gute Chancen werden einem Projekt bei Sonnenbühl und Pfullingen eingeräumt. Dort scheint die Gemeindeverwaltung dem Projekt aufgeschlossen gegenüber zu stehen. Auch Metzingen-Glems, wo bereits ein Pumpspeicherkraftwerk steht, ist wohl in der engeren Auswahl. Ob die Pläne für Beuren weiterverfolgt werden, hängt offenbar auch davon ab, wie die Stadt das Vorhaben bewertet. Die detaillierten Pläne habe man aber erst wenige Tage auf dem Tisch, erklärte gestern der städtische Pressesprecher Thomas Jauch auf Nachfrage unserer Zeitung. Derzeit würden die Akten von Stadtbaumeister Peter Blumhagen studiert. Das weitere Vorgehen werde mit Ortschaftsräten und Gemeinderat abgestimmt, die Entscheidung wohl in einer Gemeinderats- oder Ausschusssitzung fallen.
Bis dahin werde aber noch etwas Zeit vergehen. Für die Gemeinderatssitzung in der nächsten Woche sei in dieser Angelegenheit noch keine Stellungnahme zu erwarten, so Thomas Jauch.
Ewig Zeit lassen kann sich die Stadt aber auch nicht für diese Entscheidung, denn die Landesregierung macht Druck, um den Bau von Pumpspeicherkraftwerken voranzutreiben. Sie sind Voraussetzung, dass die unregelmäßige Stromproduktion durch Windkraft- und Solaranlagen für die zuverlässige Stromversorgung eingesetzt werden können. In drei bis vier Jahren sollen die ersten Speicherkraftwerke gebaut werden.