Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Hausach "Zwei Schritte vor, ein Schritt zurück"

Von
Unter der Gesprächsleitung von Hans-Michael Uhl (rechts), zusammen mit seinem Kollegen Matthias Meier-Gerwig (von links) berichteten Gerhard Schrempp, Angela Menke, Peter Birkenmaier, Anke Brügmann und Georg Lehmann von ihren Tätigkeiten in den Ländern in Afrika, Asien und Südamerika. Foto: Becker Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Fred-Jürgen Becker Hausach. Mit seiner Veranstaltung über die Arbeit von Hilfsorganisationen aus dem Kinzigtal hat der Förderkreis der "Freunde des Robert-Gerwig-Gymnasiums Hausach" voll ins Schwarze getroffen. Die RGG-Mensa war am Donnerstagabend bis auf den letzten Platz mit interessierten Besuchern besetzt. Vorne auf dem Podium berichteten Vertreter der einzelnen Kinzigtäler Hilfsorganisationen von ihren Einsätzen vor Ort. Zuvor begrüßte in Vertretung des Vorsitzenden Beisitzer Matthias Veit aus Hausach die Zuhörer sowie die Vertreter der Hilfsorganisationen auf dem Podium.

Religionslehrer und Pfarrer Hans- Michael Uhl leitete die Gespräche und bezog seine Schüler in den Ablauf der rund 100 Minuten dauernden Runde geschickt mit ein. Denn zusammen mit seinem Kollegen und Ethiklehrer Mattias Meier-Gerwig hatte man im Kurs der elften Klasse das Thema "Wir helfen doch überall auf der Welt – aber wem hilft das?" bearbeitet. Die Schüler hatten Fragen an die Diskutanten auf dem Podium vorbereitet, die sie mutig stellten und fachkundig beantwortet bekamen.

Gerhard Schrempp von der Initiative "Eine Welt" mit den drei Faire-Handel-Läden in Wolfach, Haslach und Schiltach, Angela Menke als Vertreterin des Partnerschaftsprojekts mit dem RGG "Wir für Burkina", Peter Birkenmaier für "Kaleb – Hilfe für Kambodscha" sowie Anke Brügmann und Georg Lehmann für "Pwoje men kontre" Haiti-Deutschland stellten zuerst ihre Organisation mit den Zielen, der Anzahl der Mitglieder und den Aktionen vor.

Schon deren Schilderungen über ihre Arbeit, ihre Erlebnisse und der Erfolge, aber auch der teilweise großen Schwierigkeiten hinterließen beim Publikum tiefen Eindruck. In ihren Fragen sprachen die Schüler die Bildung und Schulsysteme sowie die Rolle von Kultur, Religion und Traditionen in diesen Ländern an. Großen Stellenwert hatte auch die Frage nach der Nachhaltigkeit der Hilfsprojekte.

"Was hilft die von uns gewährte Hilfe den Menschen in den entsprechenden Ländern?" Das war die Schlussfrage, bei deren Beantwortung die Teilnehmer auf dem Podium auch ein Bekenntnis über ihre freiwilligen, ehrenamtlichen Tätigkeiten vor Ort ablegten.

Bildung und Schulsystem werden als wichtigste Voraussetzungen für einen Fortschritt gesehen. Allerdings pflastern große Schwierigkeiten den Weg zum Erfolg. Schülerzahlen von bis zu hundert Kindern und Jugendlichen pro Klasse mit nur einem Lehrer sind leider keine Seltenheit. Hinzu kommen noch schlecht ausgebildete Lehrkräfte und miserabel ausgestattete Schulen, kaum Lehr- und Lernmittel und Probleme mit einer einheitlichen Unterrichtssprache wie Französisch, Englisch oder Spanisch. Oft ist es zum Beispiel auch so, dass von einer Familie von sechs bis acht Kindern nur eines die Möglichkeit bekommt, eine Schule zu besuchen.

Kultur, Religion und Traditionen spielen ebenfalls eine gewichtige Rolle. Eine einheitliche Kultur, die geschichtlich gewachsen ist, ist meist nicht vorhanden.

Die kleinen Hilfsorganisationen haben den Vorteil, längere Zeit nahe bei den Menschen zu sein. Die großen Organisationen wie Rotes Kreuz, Brot für die Welt und Misereor, die als etwas unpersönlicher empfunden werden, sind jedoch allein in der Lage, bei Naturkatastrophen wie Erdbeben, Überschwemmungen und Taifunen mit großem Gerät, der schnellen Aufstellung von ganzen Operationssälen oder Wasseraufbereitungsanlagen und der Erstellung von Zeltstädten rasch zu helfen.

Als persönliches Antrieb für ihre Hilfe vor Ort bekannten alle Sprecher, dass die Hilfe mit kleinen Schritten ganz wichtig ist. "Zwei vor und einer zurück, sind schon ein Erfolg", lautete das Fazit. Zudem verleihe der Einsatz in diesen Ländern für die Menschen bei den Helfern auch die Zufriedenheit und Bescheidenheit, diesen wirklich in Armut lebenden Menschen ein wenig geholfen, ihr Leben etwas besser gemacht und ihnen die Hoffnung auf eine bessere Zukunft vermittelt zu haben.

Im Anschluss an das beeindruckende, bisweilen sogar bewegende Podiumsgespräch bestand für die Besucher die Möglichkeit nachzufragen und zum Gespräch anhand von Bildern und Berichten an Informationswänden.

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Hausach

Charlotte Reinhard

Fax: 07832 9752-15

Flirts & Singles

 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Kommentarregeln

Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.

  1. Passwort vergessen?
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!
  1. null

loading