Hausach Räte für Kompromiss bei WC-Gebäude
Lars Reutter, 25.04.2012 03:00 Uhr
Unterhalb der Burg soll ein Gebäude mit Sanitäranlagen und Lagerflächen entstehen.Foto: Archiv
Hausach - Die Planungen für ein Sanitär- und Technikgebäude bei der Burg waren Thema der jüngsten Sitzung des Hausacher Gemeinderats. Bei zwei vorgeschlagenen Lösungen entschieden sich die Räte für eine dritte Variante, die Stefan Armbruster einbrachte.Das Stadtbauamt hatte zusammen mit dem Hausacher Planungsbüro Schillinger zwei Varianten für den Bau des Sanitär- und Technikgebäudes untersucht. Dabei würden beide Ansätze nach den Plänen Rainer Schillingers ein Flachdach haben und das Holzbauwerk mit einer vandalismussicheren Stahlverkleidung versehen sein.
Der erste Lösungsansatz würde laut Schillinger eine Toilettenanlage enthalten in der das Behinderten-WC im Damen-Gebäudeteil integriert wäre. Zudem wäre eine Herrentoilette sowie zwei Urinale vorgesehen. Insgesamt würde die Fläche 18 Quadratmeter betragen. Hinzu käme in der Mitte des Gebäudes ein Technik- und Lagerraum mit einer Fläche von 14 Quadratmetern. Inklusive der Erschließung, einer Zufahrt zum Kreuzbergweg und aller Nebenkosten würde diese Variante rund 220 000 Euro kosten. Die etwas größere Lösung würde laut Schillinger 270 000 Euro kosten. In dieser Variante hätte die Toilettenanlage eine Grundfläche von 32 Quadratmetern, wobei im Gegensatz zum ersten Ansatz das Behinderten-WC in einem separaten Raum wäre und die Damen eine Toilette mehr hätten. Damit das Gebäude nicht zu lang würde, wäre der Lagerraum mit einer Fläche von 28,5 Quadratmetern hinter den WC-Räumen. Um das Gebäude nach hinten hin zu sichern, wäre zudem eine Stützmauer nötig
Mit Blick auf die Kosten sprach sich Bürgermeister Manfred Wöhrle für die erste Variante aus. Zudem wies er darauf hin, dass falls der Lagerplatz doch nicht reichen würde, gegebenenfalls auch noch eine Art Verschlag angeschlossen werden könnte, und bei Großveranstaltungen wäre der Einsatz eines Toilettenwagens möglich. "Es kann auch nicht Sinn und Zweck sein, alle denkbaren Erfordernisse abzudecken", so Manfred Wöhrle. Bernhard Kohmann (SPD) stimmte dem grundsätzlich zu, und plädierte dafür, "die Kirche im Dorf zu lassen".
Stefan Armbruster (Freie Wähler) konnte sich mit der ersten Variante jedoch nicht so recht anfreunden, da ihm die Lagerfläche zu klein vorkam. Als Kompromiss brachte er eine dritte Lösung ins Spiel. So sollten die Toiletten nach seinen Vorstellungen wie bei der ersten Variante angelegt, aber der Lagerraum in der Mitte nach hinten hin verlängert werden. Allerdings nur so weit, dass keine Stützmauer nötig würde. Diesem Vorschlag schloss sich der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Udo Prange, an. Schillinger schätzte die dadurch entstehenden Zusatzkosten auf 10 000 Euro. Nach ersten groben Berechnungen der Verwaltung könnten dadurch etwa fünf Quadratmeter hinzugewonnen werden.
Mit einer Mehrheit von 13 Stimmen plädierten die Gemeinderäte für eine genauere Prüfung der Variante von Armbruster, vier Bürgervertreter stimmten für die günstigere erste Lösung, die teuerste Variante lehnten alle ab.


