
Hausach - 90.000 Euro lässt sich die Stadt Hausach in diesem Jahr die Fenstersanierung im Südbau des Robert-Gerwig-Gymnasiums kosten. Der Gemeinderat hat jetzt die öffentliche Ausschreibung beschlossen, bis zum Sommer sollen die Arbeiten erledigt sein.Die Klassenzimmer-Fenster in den beiden Etagen über der Mensa entsprechen laut Bauamt nicht mehr dem Energie-Standard und sind teilweise blind; auch an den innenliegenden Rollos hat der Zahn der Zeit genagt, zudem bieten sie keinen Sonnenschutz.
In zwei Etappen sollen die Fenster daher nun saniert werden: 2012 ist die Ostseite Richtung Kaufmännische Schulen dran, im kommenden Jahr die Westfassade. Die alten Fenster weichen dreiflügligen Holz-Aluminium-Konstruktionen in Schwarzwälder Weißtanne, wie sie bereits das Sekretariat besitzt. Sie sollen mit motorgetriebenen Lamellen-Jalousien ausgestattet werden. Hinzu kommt – wie im 2010 eröffneten Neubau – eine Steuerung, die die Heizung bei offenem Fenster herunterregelt.
"Wir wollen den Austausch der Fenster in den Pfingstferien erledigen, damit die Schüler schon in diesem Jahr in der heißen Zeit etwas davon haben", kündigte Stadtbauamts-Leiter Hermann-Josef Keller in der jüngsten Gemeinderatssitzung an.
Eine große Baumaßnahme beendete der Rat formell: Die Satzung fürs Sanierungsgebiet "Kloster" wurde aufgehoben. Insgesamt hatte sich Hausach in rund 15 Jahren mit 5,85 Millionen Euro an den Maßnahmen innerhalb des Gebiets beteiligt, darunter auch mit 125.000 Euro an zwölf privaten Sanierungen.
Außerdem beschäftigte erneut der Bebauungsplan "Kreuzberg" das Gremium: Es beschloss den Entwurf für die dritte Änderung des Plans und die öffentliche Auslegung dieses Entwurfs, der nun vom 6. Februar bis zum 6. März beim Bauamt einzusehen ist; in dieser Zeit können Einwendungen vorgebracht werden.
Eine größere Diskussion hatte sich in den vergangenen Monaten um den laut Entwurf vorgesehenen Wegfall zweier Regelungen entzündet: der Vorschrift, dass Stützmauern für Aufschüttungen und Abgrabungen maximal einen halben Meter hoch sein dürfen, und der Bestimmung, dass Einfriedungen – wie Hecken – einen Meter Höhe nicht überschreiten dürfen.
Bewohner Udo Ressel hatte in der Frageviertelstunde der jüngsten Sitzung seine Forderung erneuert, diese Vorschriften beizubehalten. Die vom Rat gewählte Variante der Planänderung "werden wir mit großer Sicherheit bekämpfen – und sollten wir Recht bekommen, werden die Bürger ihre Hecken kürzen müssen", kündigte er an.
Im Zusammenhang mit dem Ratsbeschluss wollte Brigitte Salzmann (SPD) von Bürgermeister Manfred Wöhrle wissen, wie weit dessen Bemühungen gediehen seien, die beiden Nachbarn an einen Tisch zu bringen, die wegen der Heckenhöhe im Konflikt stehen. Mittlerweile hätten beide Parteien ihr Einverständnis für ein Schlichtungsgespräch signalisiert, gab Wöhrle bekannt.