Von Christiane Agüera Oliver Hausach. Mit ohrenbetäubendem Getöse, blechschlagend und trötend war die große Katzenmusik am Schmutzigen Donnerstag schon von weitem zu hören. Auf großem Ölfass schlagend, Topfdeckel klappernd und laut päpernd machten sich dunkle Gestalten in schäbigen und abgewetzten Klamotten vom Konstantinplatz aus auf den Weg. "S’Städtle" hinunter bis ins Dorf und wieder hinauf bis hinter den Bahnhof zogen die Krachmacher.

Bis in die späten Abendstunden marschierten die schrägen Musiker durch Hausachs Straßen, dem Mond, dem Zepter von Obmann Alfred Blattmann folgend. Der anhaltende Schneefall hielt die wahren Katzenmusiker nicht von ihrem Hoorig-Konzert ab. So hatten sie sich mit "De Maier der soll läbe un soll uns ebbis gäbe" ihr Erheischtes an den einzelnen Stationen auch lauthals verdient.

Zum Abschied gab’s brav das Sprüchlein: "De Maier isch e guada Ma, mr siehts em schu om Schnurrbart a." So gehört es sich für einen richtigen Katzenmusiker. Doch der Hunger war wohl nicht gestillt. Noch nachts waren die schrägen Klänge zu hören, obwohl sich die Katzenmusik längst aufgelöst hatte.

"Mit der Elfemeß teilt sich die Katzenmusik den Ruhm der ältesten Überlieferung von Husacher Narretei und Fasentsbrauchtum", ist im Narrencodex zu lesen. "Schon im ausgehenden 18. Jahrhundert muss im Städtchen das Konzert der Konzerte gegeben worden sein", heißt es.

Noch haben die Katzenmusiker ihr Fasentspensum nicht erledigt. Am Sonntag führen sie den großen Umzug an und am Fasentsmendig beginnt das närrische Wecken um 6 Uhr. Dann wird das schräg-laute Katzenmusikerkonzert die Hausacher aus den Betten werfen.