
Von Helmut Selter Hausach. Auf stolze 801 Mitarbeiter kommt die Firma Neumayer Tekfor an ihrem Standort Hausach. Diese Bilanz legte der größte Arbeitgeber der Stadt im Rahmen der Betriebsfeier vor, an der auch Hans Joachim Helml als neuer deutscher Gesamtchef des Unternehmens teilnahm. Helml hat damit als Nachfolger des ausgeschiedenen Jörg Feuring die Leitung aller deutschen Werke inklusive der Entwicklungsabteilung inne. Letztere leitete der Dozent der Deggendorfer Hochschule für Angewandte Wissenschaften bereits seit 2008. Werksleiter von Hausach ist seit vorigem Jahr Jörg Stoffels, zuvor Produktionsleiter und interimsmäßig auch Gesamtleiter der deutschen Standorte.
Von den 801 Beschäftigten arbeiten 581 im Stammwerk, 108 bei Tekfor Service, 58 bei Elsen und 54 bei der Holding, der Entwicklungsabteilung und der Finanzabteilung – viele Zweige, die auch für andere Standorte und Firmen tätig sind. So werden in der Entwicklungsabteilung neue Produkte für alle Werke des Unternehmens erdacht.
Zahlreiche Leiharbeiter aus Tekfor Service wechselten in ein festes Arbeitsverhältnis im Stammwerk, was gegenüber dem Vorjahr zu einem Rückgang der Leiharbeitskräfte und zu einer Vermehrung der Arbeitskräfte im Stammwerk auf nun 581 führte.
Die Zahl der Mitarbeiter bedeutet gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 47 Beschäftigten, die alle in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis stehen. Zu ihnen gehören auch 34 Auszubildende. Die Krisenzeit, die am Unternehmen nicht spurlos vorbeiging, brachte auch die Anregung zu einem neuen Arbeitszeitmodell, das die Mitarbeiter laut Firmenleitung weitgehend positiv aufgenommen haben. Es beinhaltet einen dreischichtigen Sechs-Tage-Betrieb und einen Tag Schulung pro Monat.
Mit einem deutlichen Umsatzplus – rund 155 Millionen Euro wurden in Hausach erwirtschaftet, nach 130 Millionen in 2010 – schloss das Jahr 2011 ab. Bei vollen Auftragsbüchern, flexiblen Arbeitszeiten und neuen im eigenen Haus entwickelten Produkten blickt die Geschäftsleitung hoffnungsvoll in die Zukunft. War die Firma anfangs ein reiner Mutternhersteller, kamen später Wellen und Nockenwellen dazu und nun ganze Komponenten, die das Unternehmen in Hausach weiter gestärkt haben. Mit den hier entwickelten Produkten sollen weltweit neue Märkte erschlossen werden.
Um die Entwicklungen in der Produktion umzusetzen, wird in der eigenen Lehrwerkstätte für das interessierte Personal eine Weiterbildung angeboten. Das Potenzial motivierter Mitarbeiter ist vorhanden, das zeigte sich durch eine Höchstzahl von 326 Verbesserungsvorschlägen im vorigen Jahr, wobei die höchste Ideenprämie bei 2540 Euro lag.
Für 2012 rechnet das Unternehmen mit einer weiteren Umsatzsteigerung.