Haslach - Hätte Horst Rapp einen Hut aufgehabt, so hätte er ihn vor den Haslacher Vereinen bei deren Konferenz zur Terminabsprache gezogen. Er lobte, wie viele Veranstaltungen diese im nächsten Jahr wieder auf die Beine stellen. Die Klubvertreter gaben die Blumen zurück und gratulierten Rapp nachträglich zu seinem "75. Jubiläum". Normalerweise ist es Rapp, der den Vereinen zu Jubiläen gratuliert. Doch am Donnerstagabend hielt Hubert Schaettgen anlässlich des 75. Geburtstags, den Rapp in diesem Jahr gefeiert hat, eine Laudatio auf den Haslacher, der seit über einem Vierteljahrhundert den Posten des Vereinssprechers inne hat. Zudem bekam Rapp als kleines Dankeschön für sein Engagement einen Gutschein überreicht.

Schaettgen sprang Rapp auch bei seiner Ermahnung an einige Klubvertreter zur Seite. Der Vereinssprecher hatte "bei allem Lob" für die Vereine auch kritische Worte gefunden. Er bemängelte, dass einige Clubs auf seinen Rundbrief nicht geantwortet hätten, und bat darum dies beim nächsten Mal zu ändern. Schaettgen brachte sogar ins Spiel, dass zukünftig der Beitrag der Vereine per Bank einzug erhoben werden sollte. Doch diese Lösung fand auch bei Rapp keinen Anklang.

Auf freiwilliges Mitwirken setzt natürlich auch Stephanie Boschert vom Haslacher Bildungszentrum, die bei den Vereinschefs dafür warb, eine Arbeitsgemeinschaft an der Schule anzubieten. Bereits drei Vereine würde immer Mittwochnachmittags mit den Schülern zusammenarbeiten. "Wir sind froh, wenn solcher Input von außen kommt", sagte Boschert. und fügte an, dass dies auch eine Möglichkeit sei, die Kinder für den Verein zu begeistern. Dies konnte ein Vertreter des KSV Haslach unterstreichen. Es sei zwar nicht ganz einfach das zu organisieren, da man dafür einen halben Tag freinehmen oder Überstunden abbauen müsse. Daher teilen sich diese Aufgabe beim KSV fünf Übungsleiter, die abwechselnd an die Schule kämen. Womit die Jungen und Mädchen auch kein Problem hätten. "Unterm Strich lohnt sich das", erklärte er. So besuchen nun schon einige Kinder das reguläre Vereinstraining.

Nicht glücklich sind die Vereine mit der in die Jahre gekommen Audio-Anlage in der Eichenbach-Sporthalle. Rapp sowie Kulturamtsleiter Martin Schwendemann und Bürgerblattmacher Werner Müller notierten sich den Wunsch nach Verbesserungen.

Die sonst bei der Vereinsvertreterkonferenz üblichen lobenden Worte und Mitteilungen von Bürgermeister Heinz Winkler mussten in diesem Jahr entfallen, da sich dieser krank gemeldet hatte.