
Von Niels Seehase Haslach. Jetzt ist es offiziell: Das Alfred-Behr-Haus in Haslach hat mit Kristin Kramer eine neue Pflegedienstleiterin. Bereits in den vorangegangenen Monaten war die 30-Jährige in dieser verantwortungsvollen Position tätig gewesen.Das Pflegekonzept des Alfred-Behr-Hauses transparent machen – darin sieht Kristin Kramer eine ihrer wichtigsten Ziele als Pflegedienstleisterin. Das bedeute, den Ansatz, der in der Einrichtung verfolgt wird, "erlebbar zu machen und nach außen zu tragen". Das Gebäude in der Mühlenbacher Straße solle eine "Begegnungsstätte" sein, in der die pflegebedürftigen Bewohner und Menschen von außerhalb zusammenkommen. Für Hausleiterin Silke Boschert ist noch eine andere Sache wichtig: "Bestehende Strukturen festigen, stärken und optimieren."
Kristin Kramer, die aus Steinach stammt, kann auf eine 15-jährige Erfahrung in der Altenpflege verweisen. Während dieser Zeit habe sie "so ziemlich alles durchlaufen, was es gibt", berichtet sie – von der Helferin bis zur stellvertretenden Pflegedienstleitung. In dieser Funktion hat sie 2008 auch ihre Tätigkeit im Haslacher Alfred-Behr-Haus aufgenommen.
Neben ihrer Arbeit in der Pflegeeinrichtung absolviert die junge Frau derzeit noch ein berufsintegriertes Studium mit dem Schwerpunkt "Management im Gesundheitsbereich" in Freiburg. Im Juni möchte sie diese Ausbildung nach sechs Semestern mit dem Bachelor-Grad abschließen. Stress durch die momentan noch bestehende Doppelbelastung hat sie eigenem Bekunden nach nicht, eher sieht sie die Vorteile der Verbindung von Theorie und Praxis. "Damit lassen sich gute Synergien entwickeln", sagt sie.
Die Erkenntnisse aus ihrem Studium werden Kristin Kramer mit Sicherheit auch bei ihrer Tätigkeit als Pflegedienstleiterin zugutekommen. Als eine ihrer Hauptaufgaben sieht sie dabei, jedem der derzeit 50 Hausbewohner eine Tagesstruktur zu bieten, die dessen Individualität gerecht wird. Zudem gelte es, das Bewusstsein dafür bei den Mitarbeitern zu schärfen, ergänzt Hausleiterin Silke Boschert.
Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit Kristin Kramers liegt in der Koordination zwischen den Hausbewohnern, Angehörigen, Mitarbeitern und Ärzten. Als Pflegedienstleiterin wird sie viele Gespräche mit Familienmitgliedern oder Medizinern führen. Zudem ist sie für die Personalplanung und die Aufnahme neuer Hausbewohner verantwortlich.