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Haslach i. K. Narren ziehen in den "Wilden Westen"

Sybille Wölfle, vom 31.01.2012 01:00 Uhr
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Die Überraschung: Klaus Hansert (Dritter von links), Landschaftsvertreter der Vereinigung schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte (VSAN),  verlieh langjährigen Mitgliedern das bronzene Ehrenzeichen: Anne Fritz, Hans Gutmann, Hans-Peter Griesbaum, Manuel Seitz und Jürgen Blank.  
 
Fotos: Wölfle Foto: Schwarzwälder-Bote
Die Überraschung: Klaus Hansert (Dritter von links), Landschaftsvertreter der Vereinigung schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte (VSAN), verlieh langjährigen Mitgliedern das bronzene Ehrenzeichen: Anne Fritz, Hans Gutmann, Hans-Peter Griesbaum, Manuel Seitz und Jürgen Blank. Fotos: Wölfle Foto: Schwarzwälder-Bote

Haslach - "An de Fasent geht es rund, wenn de Wilde Westen nach Hasle kummt" – unter diesem Motto startete die Haslacher Narrenschar am Samstagabend im gut besuchten Pfarrheim mit einem zweistündigen Programm in die "fünfte Jahreszeit".Schon seit Wochen standen Haslachs Narren, unter der Regie von Narren- und Stadtrat Manuel Seitz, in den Startlöchern. Gemeinsam hatten sie ein Programm der Spitzenklasse auf die Beine gestellt und strapazierten damit den ganzen Abend über die Lachmuskeln des Publikums. Mit passendem Bühnenbild, dem "Saloon", wurden aktuelle lokalpolitische Themen von närrischer Seite beleuchtet und karikiert.

"Miss Kitty" (Ute Müller) und der "Barkeeper" (Mark Böttcher) von der "Apachenbar" führten gekonnt durch die Show. Auch Bürgermeister Heinz Winkler nebst Ehefrau Bärbel hatten es sich nicht nehmen lassen, dem Spektakel beizuwohnen.

Mit Pauken und Trompeten zog die Taufgesellschaft mit ihrer Lokomotive in den Saal ein, und wusste so allerlei Interessantes um das kleine Närrle mit dem Cowboyhut zu erzählen. "Trulla, Trulla, Trullala" sang der ganze Saal den Refrain des Liedes "Auf de Schwäbsche Eisebahne" im Chor und lachte anschließend über die Taufgesellschaft, die mit Geheul von den Indianerkindern ("Schellenhansel") überfallen und zum Teil mit Seilen am Marterpfahl festgebunden wurde.

Mit beiden Händen "klepperte" sich der Narrensamen in die Herzen der Zuschauer und frönte der langen Haslacher Tradition des Klepperns. Im Cowboy- und Indianerkostüm begeisterten sie mit ihrem Tanz und waren für viele bestimmt der "Knaller" des Abends. Mit lustigen Sketchen und trugen die Schellenhansel zum abwechslungsreichen Programm bei. Beim "Fasentmarsch" und dem Lied "Der Schneider und die Maus" wurde lautstark mitgesungen.

Einer der Höhepunkte waren die "Büttelbewerbungen". Beim Vorlesen der Bewerbungsschreiben blieb kein Auge trocken. Die auf die Schippe genommenen Bewerber waren Martin Schaeffer, Wilfried Hansmann, Sparkassenchef Mathias Wangler, Rainer Gutmann, Volksbankdirektor Werner Schmitt und die Ehefrau des Bürgermeisters, Bärbel Winkler. Diese würde laut ihrer Bewerbung, ihrem Mann gerne einmal den Kümmel waschen. Opelhändler Walter Staiger (gespielt von Hans-Peter Griesbaum) kam sogar persönlich vorbei, um sich als Büttel anzupreisen. Der "singende Fahrradfahrer" Johann Kofler aus Hofstetten (gespielt von Jürgen Blank) kam mit seinem Fahrrad und einer Flasche Spezi ebenfalls persönlich vorbei und brachte mit seinen selbst gedichteten Liedern das Publikum zum kochen.

In der Pause und auch nach dem Programm sorgte "Felix" aus Oberharmersbach dafür, dass das Pfarrheim in Bewegung blieb. Mit Schunkelliedern und Schlagern hielt er die Gäste bei Laune. Die Haselnarros mit ihren "Acrobatic Brothers" hatten für die zweite Hälfte des lustigen Abends ein Finger- und Fußspiel vorbereitet. Die Schellenhansel hatten einen gespielten Witz auf Lager.

Mit Country-Klassikern, umgetextet auf badisch, unterhielten die Jungs der "Sing-Sang-Singer" das Publikum. Für den Haslacher KSV gebe es dieses Jahr wohl "Koi-Ringer-Feier", und es werde wohl dank der Rückhaltebecken bald eine Ost- und Westküste in der Stadt geben. Gezüchtete Rinder würden dann von Ost nach West getrieben, und der verwegenste Cowboy Heinz werde mitreiten, wussten sie zu erzählen. Die "Gassenfezer" brachten eine musikalische Einlage und punkteten mit fetzigen Westernsongs. Eine Spielfilm-Slow- Motion rundete ihren Auftritt ab.

Ein Leckerbissen zum Abschied war der Can Can der Saloon-Damen, der vor allem die Herzen der Männer höher schlagen ließ. Die Überraschung des Abends war die Ehrung von Zunftmitgliedern für ihren langjährigen Einsatz: Der Landschaftsvertreter der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN), Klaus Hansert, verlieh Anne Fritz, Hans Gutmann, Hans-Peter Griesbaum und Manuel Seitz das bronzene Ehrenzeichen.

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