Haslach (red/lr). Kulinarisch und musikalisch verwöhnt wurden die Mitarbeiter der Lebenshilfe im Kinzig- und Elztal bei der traditionellen Jahresfeier in der Haslacher Werkstatt.In seiner Begrüßungsansprache ließ Geschäftsführer Lutz Heubach das zu Ende gehende Geschäftsjahr Revue passieren: Erfreulich sei die positive Bilanz in Bezug auf die Beschäftigungs- und Ertragssituation. So konnte den behinderten Mitarbeitern erstmals auch wieder ein Freizeitzuschuss gewährt werden. Als eine der ersten Werkstätten bundesweit konnte die Lebenshilfe im Kinzig- und Elztal die AZAV-Anerkennung als Bildungsträger erlangen. Diese ist notwendig, um auch künftig für berufliche Bildungsmaßnahmen qualifiziert zu sein, heißt es in einer Pressemitteilung der Lebenshilfe.

Angeschafft wurden neue Maschinen für den Druck- und Metallbereich, so unter anderem auch Lasertechnik für Werbe- und Industriebeschriftungen. Im Baubereich laufen derzeit sehr viele Planungen. Oberste Priorität hat die Erweiterung der Werkstatt in Haslach. Es wird aber auch dringend Wohnraum benötigt.

Heubach gedachte auch den Opfern und Angehörigen des schlimmen Brandunfalls in der Caritas-Werkstatt in Titisee-Neustadt. Seit vielen Jahren ist die Lebenshilfe mit dem dortigen Trägerverein befreundet. Für ein ganz besonderes Flair sorgten Joshua Hechinger und Sabrina Volk aus Waldkirch, die die Jahresfeier mit zum Teil selbst komponierten Stücken musikalisch bereicherten.

Elf Mitarbeiter wurden für ihre langjährige Beschäftigungszeit geehrt. Vorsitzender Helmut Pfotzer brachte es auf den Punkt: "Ein Unternehmen braucht einerseits erfahrene und damit in der Regel langjährig beschäftigte Mitarbeiter, andererseits aber auch jüngeres Personal mit neuen Ideen und Impulsen. Bei der Lebenshilfe haben wir diese gesunde Mischung."

Auf eine Beschäftigungszeit von 30 Jahren kann der Gruppenleiter Wilfried Ruf zurückblicken. Er hat als "Mann der ersten Stunde" in der damals neu eröffneten Zweigwerkstatt in Elzach die Kalender- und Terminplanerfertigung aufgebaut und ist jetzt im Hochfrequenzschweißen tätig. Seit 25 Jahren leitet Martin Winterhalter den Berufsbildungsbereich und die Sondergruppe in der Elzacher Werkstatt. Für ihn ist seine Tätigkeit "Berufung". Viel Fingerspitzengefühl beweist er tagtäglich im Umgang mit Menschen mit Behinderungen, wie auch mit Menschen mit psychischen Erkrankungen.

20 Jahre lang ist Johannes Geiger als Fahrer für die Lebenshilfe-Werkstätten beschäftigt. Ebenso lange ist Petra Stiffel in der Verwaltung der Haslacher Werkstatt tätig.

u 15 Jahre: Mechthilde Eisenmann (HPT Haslach), Suse Gabler (ABW Kinzigtal) und Thomas Krieg (Verwaltung).

u 10 Jahre: Hubert Eckermann (WH Haslach), Stefanie Hauk (ABW Kinzigtal), Sibylle Kreher (ABW Elztal) und Sabine Mitschele (Verwaltung).