Haslach - Große Freude und Dankbarkeit herrschte gestern im Haslacher Rathaus. Denn das Geschäftsführerehepaar von "Ditter Plastic", Brigitte Ditter und Rolf Peter Ditter, hat sich erneut als großzügiger Spender erwiesen. "Das ist ein traumhaftes Bild", freut sich Bürgermeister Heinz Winkler über die vom Ehepaar Ditter gespendeten Weihnachtskrippenfiguren, die im Rathaus noch bis zum 6. Januar zu bestaunen ist.

Doch Rolf Peter Ditter hat nicht nur einfach die Figuren aus Lindenholz für die Stadt bezahlt, sondern deren Herstellung auch selbst in Haslach in Auftrag gegeben.

Zuvor hatte er sich über verschiedene Varianten informiert. Mit seiner Frau Brigitte ist sich Ditter einig, dass klassische, lediglich lasierte Krippenfiguren viel schöner sind als eine moderne, bemalte Version. "Das ist doch besser als wenn sich die Kinder erst fragen müssen, was das überhaupt darstellen soll", sagt Rolf Peter Ditter lachend.

Dabei sollen die Krippenfiguren nur der erste Schritt zu einer weiteren Attraktion in der Stadt sein. Denn wenn alles klappt, soll es Ende des kommenden Jahres eine vollständige Krippe mit Stall und lebenden Tieren in der Hansjakobstadt geben. Die Detailplanung hierfür will die Verwaltung und Ditter bald in Angriff nehmen. Ziel ist es laut Winkler, mit der lebendigen Krippe für eine weitere Belebung des Städtle zu sorgen. Diese soll dann auch während des Weihnachtsmarkts einen Platz finden.

Doch die Ditters wollen den Haslachern nicht nur mit der Weihnachtskrippe eine Freude machen. Ihnen liegen nämlich vor allem Kinder im Speziellen und soziale Belange im Allgemeinen am Herzen. Daher haben sie Markus Schwendemann von der Stadtkapelle Haslach einen Scheck über 10 000 Euro übergeben. Diese Summe soll auf Wunsch von Rolf Peter Ditter der Aus- und Weiterbildung von Kindern und Jugendlichen zugute kommen, deren Eltern sich den Musikunterricht nicht leisten könnten.

Markus Schwendemann freute sich sehr für die "wunderbare Sache" und versprach das Geld zweckgebunden einzusetzen. "Wir würden uns auch gerne mal musikalisch bei ihnen bedanken", sagte der Stadtkapellenvorsitzende.

Bürgermeister Winkler betonte, dass das Ehepaar Ditter zusammen mit dem verstorbenen Ehrenbürger Horst Prinzbach zu den größten Mäzen der Stadt gehören. So sei unter anderem das Besucherbergwerk ohne die Unterstützung der Ditters deutlich schwerer zu realisieren gewesen.

"Wir wollen der Heimatstadt einfach etwas zurückgeben", erklärte Rolf Peter Ditter bescheiden und fügte an, dass der Hauptsitz von "Ditter Plastic" immer in Haslach bleiben werde.