
Haslach - Mit Kanonenschüssen und "Täterä" sind die Haslacher auf den Beginn der "fünften Jahreszeit" aufmerksam gemacht worden. Bevor der Sebastiansbrunnen ins Scheinwerferlicht getaucht wurde, versammelte sich das närrische Volk vor der historischen Narrenburg "Kanone".
Dort wagte "Jörg Gebele von Waldstein" (David Eisenmann), eine in der Geschichte der Hansjakobstadt belegte Persönlichkeit im Dienste der Fürstenberger, das Verbot der Fasent zu verkünden. Doch das lassen sich die Haslacher schon seit dem 16. Jahrhundert nicht bieten. Und so zog die stolze Taufgesellschaft mit ihrem "Zügle" in Richtung Rohrbrunnen. Begleitet wurde sie von den Fackelträgern, der "Narrebolizei", dem Narrenrat, den Klepperleskindern und den Hemdglunkern. Allen voran spielten die "Gassenfezer" fröhliche Fasentlieder, und so stolzierte der Zug lautstark durch die Hauptstraße bis zum beleuchteten alten Marktbrunnen.
Dort wartete bereits die närrische Bevölkerung, die Haselnarros, die Schellenhansele und die Gischt-Geischt-Hexen, um der Narrotaufe beizuwohnen. Alois Krafczyk sprach ein paar Worte zur Fasent 2012, und nachdem der "Nachtwächter" (Jürgen Maier) sein Lied gesungen hatte, wurde auch schon das "Närrle" von der Hebamme (Katja Zagermann) mit einer großen Zange aus dem Brunnen gefischt. "A Maidli isch’s", verkündete sie und gab damit den Startschuss für das närrische Treiben, das in diesem Jahr ganz unter dem Motto "Der wilde Westen" steht.
Anschließend tanzten und sprangen die Hästräger um den Rohrbrunnen, auch Cowboys und Indianer gesellten sich dazu. Dann zogen die Narren in Richtung Pfarrheim, wo sie mit einem großen Programm den Start in die Fasentsaison 2012 feierten.