Von Lars Reutter Haslach. Die Haushaltsberatungen seien Anfang Dezember zügig verlaufen, berichtet Haslachs Kämmerin Gisela Ringwald. Der Grund, die großen Projekte – Hochwasserschutz und Kindergarten sowie Neubaugebiete – stehen schon seit langem fest. Für weitere teure Investitionen bleibt da kein Geld mehr.Der Haushalt 2013, der in der Ratssitzung am kommenden Dienstag verabschiedet werden soll, hat ein Gesamtvolumen von 21 768 340 Euro, was ein Plus von fast drei Millionen Euro gegenüber dem Vorjahresplan bedeutet. Knapp fünf Prozent mehr sind im neuen Verwaltungshaushalt eingestellt, der einen Umfang von 15 788 240 Euro hat.

Die geplanten hohen Einnahmen aus Einkommens- und Gewerbesteuer haben allerdings auch eine Kehrseite. Sie ziehen höhere Umlagen nach sich, die in diesem Jahr fast fünf Millionen Euro betragen werden. Ein weiterer großer Posten sind Personalausgaben, die bei rund 3,6 Millionen Euro liegen.

Da die Gemeinderäte sämtliche laufenden Projekte ausführlich beraten und abgesegnet haben, stehen auch die wichtigsten Investitionen dieses Jahrs schon länger fest: Allein 1,4 Millionen Euro kostet der Neubau des Kindergartengebäudes. Knapp zwei Millionen Euro sind für die Neubaugebiete "Zillmatt" und "Brühl" inklusive Grunderwerb eingestellt. Dem steht aber auf der Einnahmeseite mit ebenfalls rund zwei Millionen ein beachtlicher Betrag aus Veräußerungserlösen entgegen.

Ein weiterer großer Ausgabenposten ist mit 605 000 Euro für Hochwasserschutzmaßnahmen vorgesehen. So für die Fortführung des Rückhaltebeckens in Richtung Mühlenbach und den Beginn des Beckens zwischen Hofstetten und Haslach.

Die Pro-Kopf-Verschuldung steigt angesichts der großen Investitionen in der Hansjakobstadt auf 1248 Euro an. Dies trotz eingeplanten Zuschüssen in Höhe von rund 2,9 Millionen Euro.