Von Fred-Jürgen Becker Haslach. "2012 war ein allgemein gutes Jahr für den Wald und damit auch für die Waldbesitzer. Es gab keine nennenswerten Schäden durch Sturm und Schädlinge. Die Nachfrage nach Holz ist ungebrochen hoch und die Preise gut und stabil", berichtete Vorsitzender Jürgen Schmid bei der Hauptversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Haslach. Die Versammlung, an der zahlreiche Waldbesitzer teilnahmen, verlief am Donnerstagabend in der "Blume" in Schnellingen zügig und reibungslos. Revierleiter Hans Schad konnte in seinem letzten Rechenschafts- und Kassenbericht vor seiner Pensionierung eine rundum erfolgreiche Bilanz auflisten. Die Erlöse aus dem Holzverkauf können sich sehen lassen. Alle Beträge wurden pünktlich an die Holzlieferanten ausbezahlt. Allerdings weist die Kasse der FBG keine großen Beträge auf, was auch nicht beabsichtigt ist. Das Maschinenkonto für die großen und kleinen Holzspalter sowie für den Schichtholzbündler ist in den Einnahmen und Ausgaben ebenfalls ausgeglichen, so dass die beiden Kassenprüfer Klaus und Hubert Schöner eine einwandfreie Führung der Konten vermeldeten.

Als Geschäftsführer der "Forstwirtschaftlichen Vereinigung Schwarzwald", der die FBG Haslach als eines der stärksten Mitglieder angehört, vermittelte Joachim Prinzbach wichtige Informationen über die Entwicklung auf dem Holzmarkt. Dabei war die Tatsache, dass Deutschland hinter den Waldriesen Kanada, USA und Russland weltweit den vierten Platz bei der Waldbewirtschaftung einnehme, erstaunlich. Auch stellte er dar, dass der "Star" unter den Bäumen die Douglasie ist, die bei den Holzverwertern wegen ihrer Qualität am Begehrtesten sei und deshalb auch die höchsten Erlöse erbringe. Dabei darf die FBG Haslach auf einen verhältnismäßig hohen Anteil an Douglasien verweisen.

Über aktuelle Fragen im Bereich des Forstbezirks Wolfach, zu dem auch Haslach gehört, gab Forstbezirksleiterin Silke Lanninger einen genauen Überblick. Sie hob dabei die Rechte und Pflichten der Waldbesitzer hervor, die diese mit der Zertifizierung der Waldbewirtschaftung eingegangen seien. Besonderes Augenmerk seitens der Behörden werde auf die Sicherheit und Unfallverhütung bei der Waldarbeit gelegt.

Ein kritisches Thema musste Vorsitzender Jürgen Schmid anschneiden. Der Zustand der Waldwege, besonders was die Holzabfuhr anbelangt, sei nicht zufriedenstellend. Hierbei bestehen Planungen, alle Waldbesitzer bei der Instandsetzung und -haltung ins Boot zu holen. Noch in diesem Jahr soll eine Wegunterhaltungsgemeinschaft gegründet werden, deren Hauptaufgabe die Beseitigung dieses Mangels sein wird. Am Schluss der Versammlung stand noch die Besprechung einiger interner Fragen.

u Bereits im kommenden Monat wird der Haslacher Revierleiter und Geschäftsführer Hans Schad in den wohlverdienten Ruhestand eintreten. Der große Applaus der Waldbesitzer sowie die ehrenden Worte unterstrichen die Beliebtheit und Wertschätzung seiner jederzeit zuverlässigen und ausgezeichneten Arbeit, die der Förster während seiner 33-jährigen Amtszeit leistete. u Vorsitzender Jürgen Schmid überraschte ihn dann auch mit einem außergewöhnlichen Geschenk. Das lebensgroße Holzschnitzkunstwerk mit dem Thema "Fuchs, du hast die Gans gestohlen" wird sicherlich einen Ehrenplatz bekommen.

u Der Übergang zu seinem jungen Nachfolger Philipp Glanz ging reibungslos vonstatten, da dieser von seinem erfahrenen Lehrmeister bereits eingehend eingearbeitet worden war. Deshalb verlief auch dessen Nachwahl zum neuen Geschäftsführer der FBG völlig reibungslos.