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Haslach i. K. Das "heimliche Herz" des Urenkopfs

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Rolf und Brigitte Ditter (Zweite und Dritter von rechts) waren bei der Feierstunde dabei und wirden von Bürgermeister Winkler (rechts) gewürdigt. Foto: Kleinberger

Die Haslacher Rudolfuskapelle am Heiligen Brunnen erstrahlt in neuem Glanz. Am Donnerstagnachmittag ist mit einer Feierstunde an der Kapelle den Helfern und Spendern gedankt worden.

Haslach. Die Renovierung ist bereits im vergangenen Jahr abgeschlossen worden. Die Feier sei aus naheliegenden Gründen ins Frühjahr verlegt worden, erklärte Bürgermeister Heinz Winkler in seiner Rede. Dass sie nun doch bei recht kühlen Temperaturen über die Bühne gehen müsse, habe wohl niemand ahnen können.

Die zahlreich erschienen Gäste, Helfer und Förderer ließen sich von dem kühlen Wetter jedoch nicht abschrecken. Immerhin hielt das Aprilwetter – anders als an den Vortagen – und sorgte für eine trockene Kulisse mit Sonnenschein für die "Dankesfeier im kleinen Rahmen", wie Winkler sie betitelte.

Für Alois Krafczyk, der am Termin nicht teilnehmen konnte, gab Martin Schwendemann einen Einblick in die Geschichte der Kapelle und ihres Standorts am Heiligen Brunnen. Winkler würdigte jedoch auch in Abwesenheit Krafczyks Einsatz, der wegen des maroden Zustands der Kapelle "unermüdlich getrommelt" habe.

Die Kapelle sei vielleicht "das heimliche Herz" des Urenkopfmassivs, setzte Schwendemann an. Heinrich Hansjakob habe als erster in dem Werk "Aus meiner Jugendzeit" umfassend die Stätte mit dem Brunnen beschrieben. Die Kapelle indes nicht, denn diese gab es damals noch nicht. Sie brachte der Historiker Johann Karl Kempf ins Spiel, der 1912 ein Buch über "Haslach im Kinzigtal und den Heiligen Brunnen" veröffentlichte.

Die Quelle des Heiligen Brunnens, an der heuer die Kapelle steht, geht auf den unrühmlichen Tod des Einsiedlers Rudolfus an dieser Stelle zurück – das berichtet zumindest die Überlieferung. Um 1850 hätten Wallfahrten aus dem Elsass, wo dieser Rudolfus als Seliger verehrt wird, stattgefunden. Erst 1936 jedoch hat der Haslacher Architekt Franz Schmieder die Rudolfuskapelle, eine einfache Holzkapelle, bauen lassen. Sie ist also im vergangenen Jahr, als sie renoviert wurde, 80 Jahre alt geworden. "Heute ist das Bauwerk in altem neuen Glanze wieder entstanden. Vieler Hände Arbeit und freundliche Spenden haben dies möglich gemacht", schloss Schwendemann. Bevor Winkler dann den Spendern dankte, berichtete Zimmermeister Norbert Hauer kurzweilig von der Renovierung.

Mehr kaputt als ein Brett

Zunächst habe es geheißen, an der Kapelle sei ein Brett kaputt, das habe er sich ansehen sollen. Schnell sei jedoch klar gewesen, dass durch einen Wasserschaden in der Kapelle Vieles mürbe geworden sei. "Hinter der Farbe sieht man den Schaden ja erst mal nicht. Aber hinter der Farbe war dann gar nichts mehr", berichtete Hauer trocken. "Es ist nicht mehr nachvollziehbar, warum die Kapelle überhaupt stehen geblieben ist."

Bürgermeister Winkler dankte vor allem Rolf und Brigitte Ditter, die mit einer Zuwendung über 35 000 Euro die Renovierung ermöglicht haben. "Das Angebot hat mich fast umgehauen." Er lobte diesen "vorbildlichen" Einsatz der Ditters: "Damit haben Sie auf Heller und Pfennig die Arbeiten bezahlt, die vergeben wurden und notwendig waren."

Dass zum Gelingen jedoch letztlich viele Hände beigetragen haben, wurde mehr als deutlich: Markus Neumaier vom Stadtbauamt koordinierte, Rudolf Kern half bei Malerarbeiten, den Reinerlös von 1300 Euro ihrer vergangenen Ausstellung spendeten die Hobbykünstler.

Einen laut Winkler "stillen, aber wichtigen Dienst" leistet seit einiger Zeit das Ehepaar Brigitte und Manfred Sornik. Sie sorgen für die Ausschmückung der Kapelle. Brigitte Ditter erklärte, dass sie die Kosten für diesen Schmuck für das kommende Jahr übernehmen wollten.

 
 

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Lisa Kleinberger

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