Haslach i. K. Chance für Aussichtsturm auf dem Urenkopf besteht

Schwarzwälder-Bote, 31.07.2012 13:00 Uhr

Von Lars Reutter Haslach. Fast alle Haslacher Räte wollen dem Bau eines Aussichtsturms auf dem Urenkopf eine Chance geben. Gelder von der Stadt sollen dafür allerdings kaum zur Verfügung gestellt werden.

Ziel eines Turms wäre es, den Haslacher Hausberg stärker ins Blickfeld von Einheimischen und Touristen zu bringen. Von der guten Fernsicht auf dem Urenkopf hatten sich die Räte bereits bei einem Ortstermin überzeugt, bei dem sie mit einem Steiger 30 Meter – ebenso hoch wäre auch mindestens der Aussichtsturm – in die Höhe kletterten.

Diesen Ortstermin haben die Bürgervertreter offensichtlich in guter Erinnerung behalten. Denn fast alle Räte äußerten sich grundsätzlich positiv zu dem Vorhaben, das als ein Leader-Projekt angegangen werden könnte. Allerdings stellten sowohl Bürgermeister Heinz Winkler (Freie Wähler) als auch die Räte klar, dass angesichts der Kassenlage die Gemeinde das Projekt mit maximal 10 000 Euro unterstützen könnte. Der Rest müsste durch Fördergelder und durch von einem Förderverein aufgebrachte Mittel finanziert werden. "Folgekosten sollten auch nicht von der Stadt getragen werden. Das Projekt müssen andere ziehen", stellte Joachim Prinzbach (Freie Wähler) klar. Alfons Ruf lehnte als einziger Rat das Vorhaben grundsätzlich ab. Der Grüne war der Meinung, dass es schon genug Aussichtstürme in der näheren Umgebung gebe, und keine Fördergelder verschwendet werden sollten. Herbert Himmelsbach (SPD) sprach von einer "sehr guten Idee", aber bat die Verwaltung mit Blick auf die Energiewende zuerst zu prüfen, ob dort nicht auch ein Windrad errichtet werden könnte. Der Bürgermeister entgegnete, dass es bisher nur lose Anfragen für ein Windrad gegeben habe, während es an attraktiveren Standorten "schon richtig mit Anfragen abgeht", so Winkler. Auf den Hinweis von Martin Schaeffer, dass die Verwaltung einmal den Windkraftexperten Andreas Heizmann einladen könnte, erwiderte Winkler, dass von Heizmann bekannt sei, dass er allen rate, für ein Windrad auf dem Brandenkopf zu kämpfen. Zuvor hatte auch Schaeffer eingeräumt, dass der Urenkopf bisher nicht als "Premium-Standort" gelte. "Das kann aber noch kommen", so der Grüne, der gemeinsam mit seinen Kollegen für die Einleitung der ersten Schritte zu einem Aussichtsturm stimmte. Diese sollen eine Abschätzung der Kosten und die Klärung der Zuschussfrage beinhalten. Mit der Gründung eines Fördervereins soll dagegen noch gewartet werden.

 
 
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