Haslach i. K. Bächlewaldbrücke über den Talbach ist bald Geschichte
Schwarzwälder-Bote, 17.04.2012 13:01 Uhr
Während der Bauarbeiten an der Bächlewaldbrücke wird der Verkehr auf der Kreisstraße zwischen Haslach und Hofstetten mit Ampeln geregelt. Foto: StörrFoto: Schwarzwälder-Bote
Von Niels Seehase Haslach. Wer dieser Tage mit dem Auto auf der Kreisstraße zwischen Haslach und Hofstetten unterwegs ist, muss in Höhe der Bächlewaldbrücke etwas Wartezeit einplanen. Der Grund: Das Bauwerk über dem Hofstetter Talbach wird abgebrochen.
Bei seiner Sitzung im Februar hatte der Haslacher Gemeinderat grünes Licht für den Abriss der Brücke gegeben. Das Gremium war damit einem Vorschlag der "Interessengemeinschaft Hochwasserschutz Hofstetter Straße/Schafsteg" gefolgt, die das "Nadelöhr" Bächlewaldbrücke beseitigen lassen wollte.
Hochwasserschutz ist aber nur einer der Gründe für den Brückenabriss. Das macht Stadtbaumeister Roland Wacker auf Nachfrage deutlich. Zum einen trage die Kommune mit diesem Schritt Bedenken von Anwohnern Rechnung, die befürchteten, dass es an der Engstelle Bächlewaldbrücke bei starken Fluten kritisch werden könne. Zum anderen sei die Tragfähigkeit der Brücke ohnehin bereits eingeschränkt gewesen, nachdem beim Hochwasser 2008 die "Mittelunterstützung" des Bauwerks weggeschwemmt worden sei. Seitdem konnten Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen die Brücke nicht mehr befahren.
Nach Aussage Roland Wackers beginnen die eigentlichen Abrissarbeiten in dieser Woche. Derzeit wird der Gehweg entlang der Hofstetter Straße durchgängig fortgeführt. Bereits abgeschlossen ist die Anbindung des Bächlewaldwegs an die Hebelstraße. Im Zuge dessen hatten die Arbeiter den Bächlewaldweg parallel zum Hofstetter Talbach bis zum Anschlusspunkt verlängert und asphaltiert. Über diese Strecke soll der Verkehr in diesem Bereich in Zukunft rollen.
Als Kosten für das gesamte Bauvorhaben waren laut dem Stadtbaumeister einmal rund 50 000 Euro veranschlagt. Da der städtische Bauhof die Arbeiten allerdings größtenteils in Eigenleistung erbringe, falle die errechnete Summe etwa 15 000 Euro niedriger aus, erklärt Wacker.


