Von Christoph Ziechaus Hardt. Tierische Abenteuer in Hardt erleben Kinder aus Schramberg einmal in der Woche auf dem Hof bei Ulla Lange in Hardt. Schon die Fahrt mit dem Linienbus von der Talstadt zur Steinreute vor dem Ortseingang von Hardt ist etwas Besonderes für die acht Kinder aus dem Norden von Schramberg. Es sind meist Kinder von Migranten aus Pakistan, Syrien oder der Ukraine neben zweien aus Schramberg.

Vom Juks sind immer zwei Betreuer dabei, wenn die Gruppe am Freitagnachmittag auf die Höhe aufbricht und dann vor dem Stall ungeduldig wartet, bis Ulla Lange und ihr Sohn Miro die Lamas rausführen.

Es ist nicht immer ganz einfach zu entscheiden, wer die beiden Tiere und den Hund an die Leine nehmen darf auf den Spaziergängen in den Wald am Burschachen. Aber auf dem Marsch wird mehrmals gewechselt, so dass jeder mal die Führleine in der Hand halten kann.

Auch die eigentlich Vorsichtigen verlieren bald ihre Angst und wollen die geduldigen Tiere führen.

"Die Kinder sollen ein Gefühl für Tiere entwickeln", erklärt Ulla Lange ihr Anliegen. Auf dem Weg und im Wald könne man vieles finden, was die Kinder bisher noch nie gesehen oder erlebt haben. Im Schnee wird natürlich auch eine Fahrt mit dem Schlitten zum Erlebnis und wenn man auf den Hof zurückkommt, wärmt ein heißer Punsch. In lockerer Runde schlucken die Kinder auch, dass das Baby einer Kuh ganz einfach Kalb heißt und dafür eigentlich die Kuh ihre Milch gibt.

Das kann man sicher auch mal erleben, denn nicht weit weg gibt es Bauernhöfe mit Kühen und Kälbern und diese haben schließlich auch Hunger.