Von Sebastian Bernklau Haiterbach. Eltern haben es sich gewünscht. Der Soziale Bürgertisch im Rahmen der Stadtentwicklung Haiterbach auch. Deren Wunsch soll jetzt in Erfüllung gehen. Die Ferienbetreuung an der Haiterbacher Burgschule wird ausgebaut.

In Zukunft wird es in Haiterbach nur sechs Ferienwochen geben, in denen es für Schüler keine Betreuungsangebote geben wird. Das sind die zwei Wochen Pfingstferien, die zwei Weihnachtsferienwochen und die mittleren zwei Wochen der großen Sommerferien. Damit hat die Stadtverwaltung Haiterbach ein Ziel erreicht, das sie schon vor der jüngsten Gemeinderatssitzung schriftlich in der Sitzungsvorlage postuliert hatte: Im Fall der Burgschule sollten Schließzeiten ähnlich den Kindergärten angestrebt werden, maximal sechs Wochen im Jahr also.

Mit dem Modell, das der Haiterbacher Gemeinderat jetzt präsentiert bekam und das er auch einstimmig absegnete, wird dieses Ziel erreicht. Der Plan sieht vor, dass die Jugendkunstschule im Jahr 2013 in den ersten eineinhalb Sommerferienwochen ihr Ferienbetreuungsprojekt anbietet, das es bisher schon gab, und das in Beihingen stattfinden soll.

In den letzten beiden Sommerferienwochen bieten dann Elke Gutekunst und Silke Knorr eine Betreuung an der Burgschule an. Die beiden Frauen waren auch schon im vergangenen Sommer für die Betreuung an der Burgschule zuständig – allerdings für die Klassen 1 und 2. Damals seien alle Beteiligten sehr zufrieden mit diesem Angebot gewesen, sagt Hauptamtsleiter Andreas Schad. Also geht man bei der Stadt davon aus, dass ihre beiden Mitarbeiterinnen auch im kommenden Jahr die Betreuung problemlos stemmen werden.

Und die beiden Frauen werden nicht nur in den Sommerferien bereitstehen. Nach Angaben der Stadt Haiterbach sind sie auch bereit, in den Faschingsferien, den Oster- und Herbstferien eine Betreuung anzubieten. Für die Pfingstferien sieht man bei der Stadt keine Notwendigkeit für ein Betreuungsangebot – auch mit dem Hinweis auf das in dieser Zeit angebotene Ferienlager der Liebenzeller Gemeinschaft.

Während die Betreuung an der Burgschule in den Schulzeiten günstig gehalten werden soll – der aktuelle Satz liegt bei zwei Euro am Tag – will die Kommune bei der Ferienbetreuung einen relativ hohen Deckungsgrad erreichen. Zumindest die zusätzlichen Personalkosten wolle man mit den Gebühren wieder hereinholen.

Bei der Festsetzung der wöchentlichen Gebühr orientiert sich die Stadtverwaltung an den Zahlungen, die Eltern für das Angebot der Jugendkunstschule zu leisten haben. Die werden 2013 nach dem Wegfall von Zuschüssen bei 60 Euro liegen.

Dem Vorschlag der Verwaltung, die Gebühr der städtischen Betreuung ebenfalls auf 60 Euro festzusetzen – damit wären bei einer Auslastung mit 20 Kindern die Personalkosten gedeckt – stimmte der Haiterbacher Gemeinderat einstimmig zu.