Haiterbach - Nachdem der Ackermann-Kreisverkehr in Herrenberg sein Kunstwerk behalten darf, keimt auch in Haiterbach Hoffnung auf, dass der Kreisverkehr im Industriegebiet wieder zurückgebaut werden kann.

Die Verwaltung strebt eine neue Sicherheitsprüfung an.Seit dem vergangenen Herbst ist der Kreisverkehr im Industriegebiet von Haiterbach deutlich schmuckloser. Der Landkreis hat das lange Jahre dort stehende Kunstwerk von Dieter Maser abgebaut. Man kam damit einem vom Land vorgegebenen Erlass zur Verkehrssicherungspflicht nach.

Von einer bislang recht restriktive Auffassung zur Umsetzung von EU-Vorgaben ist Verkehrsminister Winfried Hermann nun vergangene Woche abgewichen. Nicht jedes Kunstwerk müsse weichen. Man wolle mit Augenmaß vorgehen, hieß es.

Entscheidend soll weiter die mögliche Gefahr für Verkehrsteilnehmer sein. Für den Herrenberger Kreisel mit den Säulen des Künstlers Lutz Ackermann wurde ein Sicherheits-Audit durchgeführt, dessen Ergebnis auch in Haiterbach mit Spannung erwartet wurde. Haiterbachs Bürgermeister Andreas Hölzlberger hatte nämlich die Auffassung vertreten, dass es nicht sein könne, dass man in Haiterbach ein Kunstwerk entfernen müsse, wenn das in Herrenberg stehen bleiben dürfe.

Ergebnis in Herrenberg als Chance für Haiterbach

In Herrenberg darf es nun mit leichten Anpassungen stehen bleiben. Deshalb sieht Bürgermeister Hölzlberger gute Chancen, dass man auch in Haiterbach zu diesem Ergebnis kommen könnte. Er habe mit dem Ersten Landesbeamten Frank Wiehe vereinbart, dass man nach einer Entscheidung in Herrenberg den Fall in Haiterbach nochmals betrachten werde. Hölzlberger erklärte gestern, dass er nun Einsicht in das Herrenberger Ergebnis nehmen möchte, um daraus Argumente für Haiterbach zu ziehen.

In Haiterbach hätte man gerne das Kunstwerk von Dieter Maser auf dem Kreisel gehalten, bis das Audit-Ergebnis feststeht. Allerdings stand der Landkreis auf Druck des Regierungspräsidiums Karlsruhe unter Zugzwang.

Sollte das Kunstwerk in Haiterbach wieder aufgebaut werden dürfen, sei der Aufwand überschaubar, sagt Hölzlberger. Man hat es bewusst ortsnah zwischengelagert. Derzeit steht es am Kreuzungsbereich Breitenäckerweg.