
Von Tillmann Braun Haiterbach. Die Anforderungen an die Feuerwehr Haiterbach wachsen. So gibt seit kurzem zwei neue Biogasanlagen auf Haiterbacher Gemarkung, Zudem soll der Kontakt zu Unternehmen im Industriegebiet ausgebaut werden. An Nachwuchs für den umfangreichen Dienst mangelt es indes nicht.Andersartige Aufgaben und Gefahren kämen mit den beiden Biogasanlagen in Haiterbach und Altnuifra auf die Feuerwehr zu, sagte Gesamtkommandant Volker Renz bei der Hauptversammlung der Feuerwehrabteilung Haiterbach. Das mache spezielle Übungen notwendig. Jede Einsatzkraft brauche das Wissen über die verschiedenen Gase und Gefahrenpotenziale solcher Anlagen.
Ferner rief Renz alle Verantwortlichen auf, einen engeren Kontakt zu den Unternehmen im Industriegebiet zu suchen. Es sei für Jedermann nachvollziehbar, dass ein künftiger Einsatz im Industriegebiet besser Verlaufe, wenn die Feuerwehr das Unternehmen, das Gelände und mögliche Gefahrenquellen bereits kenne.
Während sich viele Gemeinden mit Nachwuchssorgen plagen, erfreut sich die Wehr in Haiterbach ungebrochen hoher Beliebtheit. Alleine in der Abteilung Haiterbach wurden 2011 fünf neue Feuerwehrmänner in den aktiven Dienst übernommen: Dominik Scheu, Julian Renz, Hannes Gutekunst, Andreas Günthner und Martin Gutekunst, die allesamt aus der eigenen Jugendfeuerwehr stammen. Damit umfasst die Freiwillige Feuerwehr Abteilung Haiterbach 46 aktive Feuerwehrmänner und 4 Feuerwehrfrauen.
Wie abwechslungsreich und bewegend die Aufgaben der Feuerwehr sind zeigten die Einsätze, an die Abteilungskommandant Uli Müller erinnerte. Zu Brandeinsätzen wurde die Feuerwehr achtmal gerufen. Unwetter, Sturm oder Hochwasser führten zu fünf Einsätzen der Abteilung Haiterbach. Die restlichen der 37 Einsätze waren durch Brandmeldeanlagen und technische Hilfsdienste bedingt. In Erinnerung geblieben ist der Einsatz bei einem schweren Arbeitsundfall. "Dieser Einsatz ist ein wunderbares Beispiel, wie wichtig Vorbereitung und Übung für den Ernstfall ist", sagte Müller. "Wenn es um Menschenleben geht, machen sich unsere Ausbildung und unsere routinierten Abläufe im Team, aber auch in der optimalen und professionellen Abstimmung mit dem Rettungsdienst bezahlt", so Müller
Bürgermeister Andreas Hölzlberger sprach von einem einmalig breiten Spektrum an Einsätzen und Aufgaben der Feuerwehr. Mit den neuen Aufgaben und Herausforderungen müsse nicht zuletzt auch die Ausrüstung der Feuerwehr Schritt halten. Hölzlberger stellte Investitionen für 2014 in Aussicht, zum Beispiel ein neuer Manschaftstransportwagen. Von Generation zu Generation werde die Ausrüstung immer komplexer. Hölzlberger lobte auch die hohe Motivation und das hervorragende Zusammenspiel des neuen Führungsteams in der Abteilung.