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Haiterbach Mit Räuber Hannikel auf Schatzsuche

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Gleich hinter der Bösinger Sägmühle, in der Karin Deuster mit ihrem Mann und ihrer Tochter wohnt, verläuft der »Hanikelsgraben«. Über seinen Namensgeber, den berühmten Räuber Hannikel, hat sie jetzt ein Kinderbuch geschrieben, das nicht nur zum Lesen einlädt. Foto: Sannert

Haiterbach - Über "Hannikel" wurde schon viel geschrieben. Doch jetzt hat Karin Deuster dem berühmten Räuberhauptmann, nach dem der "Hannikelsgraben" nahe der Bösinger Sägmühle benannt wurde, ein Kinderbuch gewidmet.

Darin lädt sie zur Schatzsuche ein."Hannikel" wurde 1742 unter dem Namen Jacob Reinhard in Darmstadt geboren. Er entstammte einer berühmten Räuber- und Diebesdynastie. Sein Großvater, der "Kleine Konrad", war durch das Rad hingerichtet, also gerädert, worden. Die Mutter, auch "die Geißin" genannt, brachte sich mit Betteln und wechselnden Arbeiten durch und lebte eine Zeit lang in Lützenhardt. In ihrer Nähe schlug "Hannikel" mit seiner Räuberbande, die bis zu 35 Personen zählte, hin und wieder sein Lager auf. Neben dem Waldachtal trieb er hauptsächlich in der Gegend um Nagold sein Unwesen.

Das Ende kam für den Räuber Hannikel in Sulz am Neckar. Hierher wurde er nach seiner Verhaftung in der Schweiz gebracht und nach einem aufsehenerregenden Prozess am 17. Juli 1787 vor den Augen von 12 000 Schaulustigen hingerichtet.

Dass gleich hinter ihrem Heim, der Bösinger Sägmühle, ein berühmter Räuberhauptmann gelebt hat, dem der 320 Meter lange Graben im Wald bei Haiterbach seinen Namen verdankt, hat Karin Deuster fasziniert. Schon so manches Kinderbuch hat sie verfasst. Eines Tages beschloss sie, auch eines über den "Hannikel" zu schreiben. Als Lehrerin an der Sonderschule für Sprachbehinderte in Balingen und Beratungsstellenleiterin für sprachauffällige Kinder liegt Karin Deuster die Sprachförderung ganz besonders am Herzen. Deshalb schreibt sie ihre Bücher nicht nur für Kinder, die bereits lesen können. Anhand von Bild-Symbolen ermöglicht sie auch Vorschulkindern erste Leseerfahrungen.

In ihrem neuesten Werk "Der Räuber Hannikel – Eine Schatzsuche im Waldachtal" weisen Farbbilder auf der linken Buchseite den Kindern den Weg. Wichtige Gebäude und Personen sind dagegen schwarz-weiß und damit gut sichtbar dargestellt. Auf der rechten Buchseite sind die Bild-Symbole so aneinander gereiht, dass sie einen Satz ergeben. Der Satz selbst steht gleich darunter. Damit wird das Buch auch für Eltern zum Vorlesen oder für Grundschüler interessant.

Wer sich mit ihm als Vorlage auf Schatzsuche begeben möchte, der kann sich vom Kinderspielplatz im Schlosswald in Pfalzgrafenweiler aus auf den rund neun Kilometer langen Rundweg begeben. Er führt die Schatzsucher vorbei an der Nördlinger Hütte bei der Ruine Vörbach, über das "Silberbrünnle" zur Burgruine Mandelberg und von dort zum Bösinger Wasserhäusle. 200 Meter nach der Wegkreuzung Neu-Nuifra stoßen die Wanderer auf das Schild "Hannikelsgraben". Hier werden die Schatzsucher fündig.

Karin Deuster hat schon einmal über den Räuberhauptmann Hannikel geschrieben. Damals war sie dem Aufruf des "Schwarzwälder Boten" gefolgt und hat sich mit einem Beitrag über ihre "Sagenhafte Heimat" beteiligt. In Bösingen hat sie daraufhin zu einer Schatzsuche eingeladen. Die Idee zum Buch war geboren.

Das Kinderbuch "Der Räuber Hannikel" ist im Karin-Deuster-Verlag für drei Euro erhältlich. Es liegt zudem in den Rathäusern in Haiterbach und Pfalzgrafenweiler und in der Gäste-Information Waldachtal aus.

Weitere Informationen: Karin Deuster, Telefon 07445/85 32 50.

 
 

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