
Von Uwe Priestersbach Haiterbach. Seiteneinsteiger sind bei der Haiterbacher Feuerwehr eher die Ausnahme. Deshalb setzt man bereits seit 20 Jahren auf den Nachwuchs aus der 1992 gegründeten Jugendfeuerwehr.
90 Prozent der aktiven Feuerwehrangehörigen kommen mittlerweile aus der Jugendfeuerwehr, wie Gesamtwehrkommandant Volker Renz in dieser Woche am Rande der Hauptversammlung der Jugendwehr anmerkte. "Das hat klare Vorteile, denn hier lernen die Jugendlichen das Feuerwehrhandwerk von der Pike auf und sind mit 18 voll einsatzfähig", betont Renz.
Bei dieser Gelegenheit lobte er das große Engagement der Betreuer um Jugendfeuerwehrwart Stefan Single. "Das Programm wird toll angenommen, was sich auch daran zeigt, dass 18 Jugendliche für einen Übungsbesuch ohne Fehltage geehrt wurden.
Wie Stefan Single zuvor mitgeteilt hatte, zählt die Haiterbacher Nachwuchswehr derzeit 23 Mitglieder, darunter ein Mädchen.
Eher schwach vertreten sind aber die Stadtteile, denn 17 Mitglieder kommen aus der Kernstadt. "Das dürften schon etwas mehr sein", meint Stefan Single, zumal die Feuerwehr ja einen Fahrdienst für die Jugendlichen bei den Übungen anbietet.
In seiner Rückschau hatte Single an die neun Zugänge bei der Jugendfeuerwehr im vergangenen Jahr erinnert und daran, dass fünf Mitglieder in die aktive Wehr wechselten.
Insgesamt standen 34 Termine im Kalender, darunter 16 Übungen sowie sechs ganz- oder mehrtägige Aktivitäten. Nicht unerwähnt ließ Stefan Single, dass die neun Betreuer des Nachwuchs unterm Strich 1891 Stunden für die Jugendfeuerwehr unterwegs waren.
Die Wahl des Jugendausschusses stand auch auf der Tagesordnung, wobei sich der Feuerwehrnachwuchs in geheimer Wahl für Tim Arras, Phillip Thiele, Danny Goll, Philipp Theisz, Laura Keppler und Darius Kaupp entschied.