Von Markus Katzmaier Haiterbach. Die Burgschule Haiterbach wird nicht vor dem Schuljahr 2014/15 zur Gemeinschaftsschule. Darauf hat sich die dafür eingerichtete Steuerungsgruppe verständigt. Größte Hürde bleibt die Frage, ob man genügend Schüler gewinnen kann.Die Vorarbeiten auf dem Weg zur Gemeinschaftsschule sind umfangreich. Vor allem das dafür erforderliche pädagogische Konzept, das von der Burgschule für die Antragstellung und den späteren Betrieb ausgearbeitet wird, sei zeitintensiv, sagt Bürgermeister Andreas Hölzlberger seitens des Schulträgers. Das Thema soll nicht schnell, sondern gründlich umgesetzt werden: "Wir machen das nicht nur, um den Schulstandort zu sichern, sondern wollen ein tragfähiges und überzeugendes Konzept", unterstreicht Hölzlberger.

Von Anfang an war den Beteiligten klar, dass man nicht zu den so genannten Starterschulen, also den ersten Gemeinschaftschulen, die im aktuellen Schuljahr den Betrieb aufgenommen haben, gehören wird. Angepeilt hatte man das Schuljahr 2013/14. Doch schon im Frühjahr erkannte die Steuerungsgruppe die Signale aus der Burgschule und entschied, dass man mit dem Schuljahr 2014/15 auf der sicheren Seite wäre. Nun wurde der Zeitplan in einem Punkt konkretisiert: Die Unterlagen für die Antragstellung sollen im Mai 2013 fertig sein.

In der Steuerungsgruppe sitzen Vertreter von Schule, Eltern, Betrieben und Gemeinderäte. Letztere befassten sich bei der jüngsten Klausurtagung mit dem aktuellen Stand in Sachen Gemeinschaftsschule. Dabei wurde auch der größte Knackpunkt des Projekts Gemeinschaftsschule beleuchtet. Das ist die Zahl der Schüler. Eine Voraussetzung für die Gemeinschaftsschule sei nämlich die Zweizügigkeit, so Hölzlberger. Das bedeutet, dass man mindestens 40 Schüler haben sollte. Was der Bürgermeister durchaus für möglich hält, wenn eine entsprechende Zahl der neuen Schule den Vorzug vor einer Realschule außerhalb Haiterbachs oder der eigenen Werkrealschule geben.

Zuverlässig kalkulierbar ist das freilich nicht. Und so bleibt zunächst eine Ungewissheit. Auch, weil man von einer Starterschule, mit der man in Kontakt steht, die Rückmeldung bekam, dass man wohl erst ab 10 000 Einwohnern auf der sicheren Seite sein könne, was die Zweizügigkeit angeht.

Kommt die Gemeinschaftsschule, hat dies große Auswirkungen. Beispielsweise auf die Raumsituation. Die wäre momentan für ein Konzept, bei dem zu zwei Klassenräume ein gemeinsam nutzbarer dritter Raum, ein Gruppenraum, zur Verfügung hätten, ungenügend.

Hölzlberger schätzt, dass die Gemeinschaftsschule somit Investitionen von rund einer Million Euro nach sich ziehen würde.