
Von Manfred Dreßel Haiterbach. Weil sie sich beruflich verändern will, verlässt Jugendbetreuerin und Lernbegleiterin Petra Winkler die Burgschule in Haiterbach. Die Abschiedsfeier mit allen Schülern der Grundschule und dem Kollegium war vor allem für den Nachwuchs bewegend."Sie ist die beste Betreuerin der Welt", meinten die Kinder des vierten Schuljahres und sagten ihr jeder einzeln Dank. Dazu überreichten die Kinder Petra Winkler einen Regenschirm mit selbstgebastelten Regentropfen oder vielleicht auch Tränen, auf denen sie ihr Wünsche und Dankesworte aufgeschrieben hatten.
Auch Schulleiterin Christel Hellwig sparte nicht mit Lob, denn sie bedankte sich bei Petra Winkler für ihre Geduld, für ihr unermüdliches Schaffen, für ihren Weitblick und ihre freundliche Art. "Danke, dass Sie bei uns waren. Wir werden Sie sehr vermissen", rief ihr die Rektorin zu. Für das Kollegium bedankte sich Corina Schulakowsky, überreichte Petra Winkler ein Erinnerungsgeschenk und meinte, dass sie sich stets der Kinder mit ihren Stärken und Schwächen angenommen habe.
Lehrerin Petra Schneider hatte mit dem Schulchor und den Kindern der Klassen 4 Lieder einstudiert, die zum Anlass des Ereignisses passten. "Wir sind Kinder einer Welt" und "Schade, dass du gehst", sangen sie, und kam von Herzen. Die Schüler der Klasse 2a bedankten sich mit einem Gedicht.
In der Schatzkiste liegt ein geheimnisvoller Gegenstand bereit
Sichtlich gerührt und den Tränen nahe wegen der vielen Danksagungen und Würdigungen brachte Petra Winkler für alle ein Geschenk mit, nämlich eine Schatzkiste mit einem geheimnisvollen Gegenstand darin. Einige Schüler durften reinschauen und fanden dort einen Spiegel, in dem sie natürlich sich selbst erblickten. "Du bist einzigartig, du bist wertvoll, jeder von euch ist ein Geschenk", erklärte Winkler den Sinn ihrer Schatzkiste. Sie bedauere es, nun bald nicht mehr an der Burgschule zu sein und wolle am liebsten alle mitnehmen. Winkler lud alle für den nächsten Tag zu einem Pausenhofrühstück ein. Auch eine Abschiedsparty ist noch geplant.
30 Kinder betreute Petra Winkler in der Kernzeit der Schule. Das bedeutete Aufsicht, Hausaufgabenbetreuung, Spiel- und Bewegungsangebote. Hinzu kamen Angebote für die Mittagspause der Ganztagesschule, Gespräche mit Eltern und Lehrern sowie Zusammenarbeit mit künftigen Erzieherinnen der Fachschule für Sozialpädagogik im Bereich Ganztagesschule, Abrechnung von Betreuungskosten, Planung und Organisation von AGs und vieles mehr. Und das alles bewerkstelligte sie so, dass sie bei Eltern und Schülern bis einschließlich Klasse 9 sehr beliebt war.