
Von Markus Katzmaier Haiterbach. Der Übergang ist nahtlos: Nach dem Abschied von Jugendbetreuerin Petra Winkler von der Burgschule Haiterbach, haben gestern Silke Knorr und Elke Gutekunst diese Aufgabe übernommen. Bürgermeister Andreas Hölzlberger spricht von einer idealen Lösung. Allerdings gibt es da auch noch weitergehende Begehrlichkeiten.Neu sind beide Betreuerinnen nicht. Sowohl Silke Knorr als auch Elke Gutekunst waren schon bisher an der Burgschule Haiterbach tätig. Während Knorr in den vergangenen Jahren die schuleigene Mensa betreute, hat Elke Gutekunst aus einem Ehrenamt eine Festanstellung gemacht. Sie hat schon seit dem Jahr 2008 als Jugendbegleiterin zusammen mit Petra Winkler die Erst- und Zweitklässler betreut.
Vorrangiges Ziel ist dieHausaufgabenbetreuung
Nachdem Winkler im Dezember gekündigt hatte, wurde die Stelle von der Stadt, die das Angebot trägt, ausgeschrieben. Knorr und Gutekunst nutzten die Chance, sich weiterzuentwickeln.
Vorrangiges Ziel der Betreuung ist laut Bürgermeister Andreas Hölzlberger die Abdeckung der so genannten Lernzeit, der Hausaufgabenbetreuung. Die nehmen etwa 20 Kinder der Klassen 1 und 2 in Anspruch. Betreuungszeit ist täglich von 11 bis 16 Uhr. Neben der Hausaufgabenbetreuung gibt es für die Kinder ein Mittagessen, Bewegung in der Halle oder auf dem Pausenhof sowie Arbeitsgruppen.
Bürgermeister Andreas Hölzlberger spricht von einem professionellen Anspruch. Wobei es da in Sachen Hausaufgabenbetreuung nur das Berufsbild Lehrer gebe. Doch Lehrerstunden stünden hier im Gegensatz zur Brennpunkt schulen nicht ausreichend zur Verfügung, erklärt Schulleiterin Christel Hellwig.
Arbeitskreis hätte gernepädagogische Fachkraft
Der Lernstoff sei aber bei Erst- und Zweitklässlern sicher kein Problem, sagen Knorr und Gutekunst. Zudem hat sie der Bürgermeister beim Landkreis Calw für einen zweitägigen Einführungslehrgang angemeldet. Dieser Kurs werde auch von den Hausaufgabenbetreuern des Kinderschutzbundes belegt, sagt Hölzlberger, der mit der jetzigen Lösung zufrieden ist.
Allerdings gibt es auch eine andere Bewertung der Situation. Einige Eltern hätten gerne wieder eine Erzieherin in dieser Funktion gesehen. "Der Arbeitskreis ›Bildung und Soziales‹ hat sich klar für eine pädagogische Fachkraft ausgesprochen", sagt Schulleiterin Christel Hellwig. Dieser Arbeitskreis hat sich im Rahmen des Stadtentwicklungsprozesses "Haiterbach 2025" gebildet. In ihm arbeiten neben engagierten Eltern auch Lehrkräfte mit.