
Von Markus Katzmaier Haiterbach. Mit dem ersten Spatenstich wurde am Freitag der Startschuss für eine merkliche städtebauliche Änderung in der Beihinger Straße gegeben. Dort entsteht bis Frühjahr 2013 eine Seniorenwohnanlage für Betreutes Wohnen.Am Ende haben zwei zueinander gefunden, die sich anfangs durchaus skeptisch gegenüber standen. Daraus machten weder Bürgermeister Andreas Hölzlberger noch Gustav Bylow vom Bauherr, der FWD Hausbau aus Dossenheim, gestern beim symbolischen ersten Spatenstich einen Hehl. Stadtverwaltung und Gemeinderat waren vorsichtig ob eines für sie unbekannten Bauträgers. Derselbe hatte Bedenken, mit Haiterbach einen Standort zu wählen, der laut Bylow doch sehr weit von Stuttgart und einem Ballungsraum entfernt sei.
Die Bedenken sind überwunden. Die FWD Hausbau, die zunächst nur zäh mit dem 2,7 Millionen-Euro-Projekt voran kam, hat die 18 Wohnungen erstaunlich schnell über örtliche Vertriebspartner, darunter die beiden Banken, an den Mann gebracht.
In dem Gebäudekomplex auf dem ehemaligen Sauhofareal werden barrierefreie Eigentumswohnungen mit 50 bis 80 Quadratmetern gebaut.
Die Betreuung der Bewohner wird der Evangelische Diakonieverband im Landkreis Calw übernehmen. Er kooperiert dabei mit der Diankoniestation Altensteig sowie dem Seniorenzentrum Emmaus in Beihingen. Mit dem Mehrgenerationenhaus Zehntscheuer gleich auf der anderen Straßenseite bestehe eine weitere Einbindungsmöglichkeit. Diese schöne Nachbarschaft sei aber auch eine Herausforderung an die passende Architektur. Für diese zeichnet der Tübinger Architekt Georg Denninger verantwortlich.
Städtebaulich sei dies ein sensibler Bereich, bestätigte Bürgermeister Andreas Hölzlberger. Das Gelände des ehemaligen Sauhofareal, das bereits von der bisherigen Bebauung befreit wurde, sei sehr schön. Man freue sich, dass das Projekt in Haiterbach zustande komme, sagte Hölzlberger. "Es hat sich gezeigt, dass es sich lohnt, am Ball zu bleiben und Überzeugungsarbeit zu leisten."
Hölzlberger überreichte dem Architekten die Teilbaufreigabe, den halben roten Punkt, der den Aushub der Baugrube ermöglicht. Mit dem will das Bauunternehmen Götz aus Talheim alsbald beginnen. Eine Fertigstellung der Anlage ist für das Frühjahr 2013 vorgesehen.