Haiterbach 82 Kinder erkunden und erobern den Wilden Westen

Schwarzwälder-Bote, 21.06.2012 19:00 Uhr

Haiterbach. 82 Kinder aus Haiterbach und Umgebungverließen kürzlich ihr gewohntes Umfeld und tauchten für ein paar Tage in das Leben im Wilden Westen ein. Das Zeltlager der Liebenzeller Gemeinschaft und der Engagierten Christen (EC) fand im Westen Haiterbachs, genauer gesagt in Neu-Nuifra im Gebiet "Stalläcker" statt.

Gleich am ersten Tag durften die Kinder so richtig erleben, was im Wilden Westen passiert. Nach Stämmen geordnet, die nach Alter und Geschlecht getrennt waren, versuchten die Kinder mit den Mitarbeitern möglichst viele Stationen zu durchlaufen und Lösegeld zu sammeln. So erkundete man zugleich das Lager, das aus sieben Stammeszelten bestand. Zudem gab es ein Küchenzelt und einen Saloon, in dem sich immer wieder alle versammelten.

Der Donnerstagmorgen begann – wie jeder darauf folgende Tag – nach der "stillen Zeit" und dem Frühstück mit einer Andacht von Dorle Schimke, Jugendreferentin beim EC, die den Kindern als Billy verkleidet täglich ein neues Rauchzeichen mit auf den Weg gab. Die Rauchzeichen waren jeweils Gleichnisse, die Jesus erzählt hatte, beispielsweise der "Barmherzige Samariter", das "Verlorene Schaf" oder der "Verlorene Sohn".

Am Donnerstagmittag gab es ein Geländespiel und Turniere, die die Kinder richtig an ihre Grenzen brachten.

Irgendwann war es dann auch mal an der Zeit, dass alle Cowboys und Indianer wieder sauber werden mussten, und so verließ man am Freitagmittag das Lager und gingen ins Schwimmbad nach Pfalzgrafenweiler. Auch die Kreativität kam nicht zu kurz: Am Samstagmittag wurden verschiedene Workshops, beispielsweise "Pfeil und Bogen" oder Raketenbasteln angeboten.

Aber auch abends kamen alle auf ihre Kosten: So sangen die Camper oft am Lagerfeuer, machten eine Nachtwanderung und wurden an drei Abenden überfallen. Am letzten Abend veranstalteten die Teilnehmer einen "Bunten Abend", bei dem es verschiedene Aufführungen gab.

Zudem wurden dann auch am Ende diejenigen verabschiedet, die mittlerweile älter geworden sind und deshalb nächstes Jahr nicht mehr mit auf das Zeltlager dürfen. Daher durften sie mit den Mitarbeitern noch lange am Lagerfeuer verweilen und den Abend ausklingen lassen.

Zum Abschluss des Camps wurden die Kinder am Sonntag von ihren Eltern im Wilden Westen besucht.

Nach einem lebendigen Gottesdienst und einem gemeinsamen Mittagessen war es dann an der Zeit, Abschied zu nehmen und den Wilden Westen wieder Richtung Heimat zu verlassen.

 
 
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