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Haigerloch Wild und roh – aber auf die sanfte Art

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Christine Volm hat ein Buch über Smoothies mit heimischen Wildkräutern geschrieben. Foto: Fechter Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Birgit Fechter

Haigerloch. Warum soll ich den Salat pürieren? Diese Frage stellte sich Christine Volm, als die Smoothie-Welle von Amerika nach Deutschland schwappte. Inzwischen denkt die Rohkost-Expertin anders.

Ihre Erfahrungen mit Mixen, Pürieren oder Zerkleinern teilt sie in dem Buch "Wild und roh – die besten Smoothies mit Wildpflanzen".Für Smoothies eignet sich im Prinzip jede Form von Rohkost: Früchte, Beeren, Gemüse.

Aber warum soll man die als gesunder Erwachsener, der fähig ist zu kauen und zu schlucken, zerkleinern?. Durch das Pürieren, weiß Christine Volm inzwischen, ergeben sich völlig neue Genuss-Erlebnisse. Es entstehen wunderbare Dinge mit unterschiedlicher Konsistenz in vielen Geschmacksvariationen: Dips, Suppen, Soßen, aber auch Brotaufstriche und Desserts wie Pudding und sogar Eis.

Christine Volm hat jedoch kein Buch mit gängigen Smoothie-Rezepten geschrieben, sondern eines, das sich mit dem essenziellen Bestandteil ihrer eigenen Ernährung befasst: den Wildpflanzen. Denn was auf Volms eigenen Tisch kommt, ist, dem Buchtitel entsprechend, vorzugsweise wild und roh. Wildpflanzen sind Volms Spezialgebiet. Unermüdlich sammelt sie diese in bestimmten Gebieten rund um ihre Wahlheimat Sindelfingen. Und sie nutzt auch Gärtnereien und landwirtschaftliche Betriebe, die "Wildpflanzen" anbauen. Einfach in "freier Wildbahn" loszuziehen und einzusammeln, was das Auge anlacht, sei leider kaum noch möglich, bedauert die gebürtige Haigerlocherin. Denn häufig seien die Wildkräuter kontaminiert, durch Dünge- und Spritzmittel und auch durch Hundekot.

Ihr Wissen über Wildpflanzen hat sie schon in zahlreichen Seminaren und Vorträgen geteilt. Woher kommt diese Vorliebe? "Erst durch die Wildpflanzen", erklärt Volm, "werden die Smoothies auch zur Heilnahrung." Und durch das wechselnde Angebot an Pflanzen im Jahreskreis wird stets für Abwechslung auf dem Tisch gesorgt. So gibt es frühlingsfrische Power-Smoothies, leichte erfrischende Sommer-Smoothies, kräftigende Smoothies im Herbst, und selbst für den Winter gibt es wärmende und kräftigende Variationen.

Gerade diese Art von Verbindung mit der Natur über die Ernährung ist der Gartenbauingenieurin besonders wichtig. Für sie ist dabei erlaubt, was gefällt, vorausgesetzt, es ist "wild, vegan und roh". Neben Gemüse und Obst dürfen auch Samen und Nüsse hinein.

Warum aber diese knackigen Dinge pürieren? Vor allem der Abwechslung zu Liebe, und zum Entdecken neuer Geschmacksvariationen. Denn: Ein Karottenstick schmeckt auch anders als Karottensuppe.

Allerdings: Salat püriert Christine Volm nach wie vor nicht, den isst sie lieber knackig, am besten mit frischen Kräutern kombiniert.

Weitere Informationen: Das Buch "Wild und Roh" ist im Verlag ulmer erschienen, ISBN 978-3-8001-8441-5.

 
 

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Thomas Kost

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