Haigerloch Rat sieht Handlungsbedarf
Schwarzwälder-Bote, 24.04.2012 19:03 Uhr
Es staubt: Der Ortschaftsrat Owingen hofft weiter auf die Bituminierung eines kurzen Wegesstücks, das einen durchgängigen Rad- und Wirtschaftsweg an der B463 ermöglichen würde. Foto: PrivatFoto: Schwarzwälder-Bote
Haigerloch-Owingen. (tk) Obwohl die Bauarbeiten auf der B 463 zwischen Owingen und Stetten weitgehend abgeschlossen sind, sorgt die Straßenbaumaßnahme im Ortschaftsrat Owingen weiter für Diskussionen.
Ein noch nicht bituminiertes Zwischenstück auf dem Radweg ist für das Gremium ein Ärgernis. Man sorgt sich im Ortschaftsrat darüber, ob der Bund auch tatsächlich seine Zusage hält, damit das Stück zeitnah mit einem Belag versehen werden kann.
Der Wirtschafts- und Radweg sei in seinem momentanen Zustand keinem Radfahrer zu empfehlen, weniger noch Spaziergängern oder Leuten mit einem Rollator oder Kinderwagen. Auch der landwirtschaftliche Verkehr, so die Vermutung, werde beim Einfahren der Ernte seine Spuren auf dem Stück hinterlassen. Außerdem könne er für den Verkehr auf der B 463 eine Gefahr darstelle. Dann nämlich, wenn Fahrzeuge nach längerer Trockenheit auf diesem Stück dichte Staubfahnen aufwirbeln.
Deshalb sei der Einbau einer Bitumendecke umso wichtiger, nicht zuletzt weil die Stadt auch die Verkehrssicherungspflicht habe. Im Ortschaftsrat war man sich einig, dass die Stadt die Maßnahme im Haushalt das Jahr 2013 angehen soll.
Weil man fast zwei Monate nichts von dem Thema gehört hatte, fragten einige Bürger im Ortschaftsrat nach, wie der Stand der Dinge im geplanten Schuppengebiet ist. Ortsvorsteher Peter Volm erklärte, dass die Grundstücksverhandlungen im Gange sind. Er geht davon aus, dass man bis zur Mai-Sitzung Näheres erfahren wird. Manche der Antragsteller hoffen auf einen Baubeginn nach den Sommerferien.
Nach einer Probegrabung, ob sich der Humus auf dem Owinger Friedhof für Tiefengräber eignet, entspricht das Ergebnis des Gutachters zwar nicht den Vorstellungen des Ortschaftsrates, wird aber akzeptiert. Das Gremium will aber nicht ausschließen, eine weitere Untersuchung zu beantragen.
Derweil sind die Reparaturarbeiten an der von einem Auto beschädigten Friedhofsmauer erledigt. Allerdings sorgt sich Ortsvorsteher Volm nach wie vor über den Zustand der Mauer die zumindest an manchen Stellen nach außen kippt. Während die Abdeckplatten auf der Außenseite einen Überstand bis zu zwölf Zentimeter haben, verlaufen sie auf der Innenseite des Friedhofs bündig mit der obersten Steinschicht der Mauer. Damit kann das Wasser in die zweite Steinlage dringen und, so vermutet Volm, in den nächsten Jahren größeren Schaden anrichten.
Im Juni will der Ortschaftsrat eine Ortsbegehung machen und begutachten, welche Straßenschäden zur Behebung für ihn Priorität haben.


