Haigerloch Rätselraten über Ursache des Duftes

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Was ist da los? In letzter Zeit hat es mancherorts in der Stadt gerochen. Symbolfoto: Berg Foto: Schwarzwälder-Bote

Erst meldeten sich Bürger, dann sprach der Owinger Ortschaftsrat darüber, nun erreichte das Thema auch den Gemeinderat. Warum derzeit an mehreren Stellen intensiv Gerüche wahrgenommen werden, die – so wird vermutet – aus dem Salzbergwerk kommen, bleibt ein Rätsel.

Haigerloch. Weil es sich um den chemischen Duft handelt, den man auf der B 463 beim Vorbeifahren mit dem Auto am Bergwerk wahrnimmt, gibt es für Leute, die sich bisher zu dem Thema geäußert haben, kein Vertun: Für sie steht fest, er muss aus dem Salzbergwerk kommen, er ist zu typisch.

Aber warum wurde dieser Duft in jüngster Zeit sogar in der Hohenbergstraße in Haigerloch gerochen? Warum sprachen sogar Owinger Ortschaftsräte davon, dass sie ihn Mitte der vergangenen Woche intensiver wahr genommen hätten als zu anderen Zeiten? Warum kamen dagegen aus Stetten kaum Reaktionen? Bürgermeister Heinrich Götz hatte schon in der Vorwoche gegenüber unserer Zeitung von der Beschwerde lediglich einer Frau gesprochen.

Er selbst, das sagte er auch jetzt im Gemeinderat, habe aber die Empfindung, dass "Geruch zeitweilig nach Haigerloch rüberwabere".

Und auch eine Leserbriefschreiberin aus Haigerloch scheint keine überempfindliche Nase zu haben. Andere Leute, die in der Hohenbergstraße oder in deren Bereich wohnen, hatten ebenso wie sie Gerüche wahrgenommen. Wenn auch in unterschiedlicher Intensität.

Die Ursachenforschung scheint schwierig. Vielleicht könne es auch an der dauerhaften Hochdruck-Wetterlage gelegen haben, die Anfang September noch tolle Sommertage bescherte, wird spekuliert. Was er wisse, so erklärte der Bürgermeister im Gemeinderat, sei, dass im Bergwerk an der Bewetterung etwas ausprobiert werde.

Auch wenn er sich der Problematik durch etwaige Ausdünstungen beim Einlagern vom Abfall und Versatzstoffen im Bergwerk bewusst ist, so möchte der Haigerlocher Bürgermeister dennoch die Dramatik mancher Aussagen nicht teilen. Götz: Die Betriebsärzte des Bergwerks sagen, es ist keine gesundheitliche Gefährdung zu befürchten." Für ihn stellt sich aber dennoch die Frage, wie lange man diese Gerüche noch akzeptieren könne und wolle. Das werde ein Thema sein, das man mit Wacker diskutieren müsse.

Heinrich Götz hofft auch auf zusätzliche Erkenntnisse durch das vom Stettener Ortschaftsrat Armin Bauer angeregte Internet-Geruchstagebuch auf der Homepage der Stadt. Darin sollen Bürger ihre Wahrnehmungen protokollieren können. Dieses Tagebuch, so der Bürgermeister, sei zwar noch nicht online, aber man sei daran, es auf den Weg zu bringen.

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