Haigerloch Nachtumzug läutet Jubiläum in Trillfingen ein

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Tolle Stimmung herrschte beim Nachtumzug in Trillfingen. Foto: Carola Lenski

Haigerloch-Trillfingen - Auch wenn das Wetter nicht so recht mitspielen wollte, der Start in die Fasnet gelang dem Narrenverein Trillfingen einwandfrei. Gestern feierte er den Eintritt ins Schwabenalter mit einem Nachtumzug.

Leider regnete es fast den ganzen Abend leicht und somit herrschten vor allem für Zuschauer eher ungemütliche Bedingungen. Der Trillfinger Narrenchef Milan Medic nahm’s gelassen. "Wir sind das ja gewohnt und es kam schon schlimmer." Stimmt, bei den bisher letzten beiden großen Narrentreffen in Trillfingen herrschten jeweils Minustemperaturen von -12 beziehungsweise -17 Grad.

Dass aber ein eher traditionell orientierter Narrenverein wie Trillfingen zum ersten Mal auf einen sonntäglichen Umzug verzichtet und stattdessen ganz auf einen Umzug bei Nacht setzt, ist schon etwas ungewöhnlich. "Der Aufwand dafür war uns einfach zu hoch, wir hätten ein riesiges Festzelt aufbauen müssen", erklärte Medic die Entscheidung für den gewählten Festablauf.

Dass man sich auch mit dieser Strategie ein schönes Geburtstagsfest machen kann, lag auch an der Tatsache, dass es quer durch Trillfingen mehrere von Vereinen betriebene Bewirtungsstationen gab. An diesen konnten sich die Narren und Zuschauer verköstigen und miteinander Fasnet feiern.

Der Musikverein öffnete die ehemalige Sparkasse im Arnold-Haus in der Ortsmitte, der Tennisclub hatte die Garage vom früheren Lebensmittelgeschäft Gaus in Beschlag genommen und das Jugendhaus "Tresor" verwandelte die schon seit Jahrzehnten nicht mehr benutzte Mosterei im Gemeindehaus in eine coole Kellerbar. Auch das Feuerwehrhaus im Schulhof war offen und der Narrenverein selbst hatte die Mehrzweckhalle geöffnet und dort zusätzlich zwei Zelte aufgebaut.

Der etwa anderthalbstündige Umzug mit 30 Narrenvereinen und Fasnetsmusiken – insgesamt dürfte die Zahl der maskierten und musizierenden Teilnehmer bei 1500 gelegen haben – startete pünktlich um 19 Uhr und schlängelte sich von der Dorfmitte aus in Richtung Mehrzweckhalle. Angeführt wurde er von der Bauernkapelle und dem Narrenverein Trillfingen. Bis auf die Narrenzunft Haigerloch – als schwäbisch-alemannische Zunft macht sie generell nicht bei solchen Nachtumzügen mit – und die Laibedal-Hexen aus Bad Imnau waren alle Narrenvereine aus dem Raum Haigerloch am Start. Dazu gesellten sich etliche Narrenzünfte aus der Region.

Zum Schluss gab es noch einen närrischen Empfang für die Vertreter der eingeladenen Narrenzünfte im TSV-Sportheim. Dort gratulierten auch Bürgermeister Heinrich Götz und Ortsvorsteher Hermann Heim dem Narrenverein zum 40. Geburtstag. Der Ortsvorsteher hatte als Geschenk eine Wanduhr mit dem ’Trillfinger Wappen mitgebracht.

  
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Thomas Kost

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