
Haigerloch. Das "Forum Creativ" in Trillfingen macht nach längerer Pause wieder mit einer Ausstellung auf sich aufmerksam. Von Samstag, 4. Februar, bis 3. März zeigt Karl Dieter Horn aus dem Westerwald Dioramen und Plastiken.
Ohne zu übertreiben, kann man Horn zu den ganz großen Keramikern in Deutschland zählen. Mit einem sicheren stilistischen Gefühl kreiert er dreidimensionale Keramiken. Motive dafür bieten Landschaften, Städte, historische Bauten oder Brunnen. Durch eine effektvolle Beleuchtung steigert er die Wirkung der Objekte zudem um ein Vielfaches.
Eigentlich hat der Künstler nach seinem Abitur 1969 an der Universität Trier Psychologie und Philosophie studiert "um eine ordentliche Lebensgrundlage zu haben". Nebenher betätigte er sich aber schon damals mit Erfolg in der Malerei. Von 1981 bis 1993 arbeitete und lebte Dieter Horn als freischaffender Künstler in Berlin. In dieser Zeit entwickelte er seine Konzeption für die Herstellung von plastischen Objekten und Reliefs aus Keramik. Die römischen Gegebenheiten in Trier motivierten ihn zu entsprechenden Nachbildungen. 1993 zogen er und seine Familie von Berlin nach Bitzen bei Hamm/Sieg. Auch hier arbeitet Horn als freischaffender Künstler.
Die Qualität seiner Arbeiten spricht für sich und Karl Dieter Horn bekam viele öffentliche Aufträge und Ankäufe. Zum Beispiel fertigte er zur 750-Jahr-Feier der Stadt Berlin ein Berlinmodell als Pflanzbiotop und entwarf einen Brunnen für die Bundesgartenschau in Berlin.
Bisher wurden seine Arbeiten in 22 verschiedenen Ländern in sechs Erdteilen gezeigt, zum Beispiel in New York, Tokio, Hamburg und Frankfurt.
Als weiteres Standbein eröffnet ihm sein Diplom in Psychologie die künstlerische Arbeit mit behinderten Menschen. Zudem arbeitete er schon an Schulen. Gemeinsam mit Schülern stellt Horn zumeist Großskulpturen fürs Freie her. In Hechingen hat er sich am Use-your-Summer-Fest mit einer keramischen Feuersäule beteiligt.
Zur Eröffnung seiner Ausstellung am Samstag ab 17 Uhr hat sich Karl Dieter Horn etwas Besonderes ausgedacht. Er sagt dazu nur so viel: "Es ist ein Experiment, das von der Überraschung lebt."
Die "Werkstatt-Band" der Lebenshilfe Zollernalb, die von Barbara Ostertag und Ingrid Kleinbach geleitet wird und aus zehn Mitgliedern besteht, singt und spielt bei der Ausstellungseröffnung.
Da die beeindruckenden Dioramen ihre höchste Bildkraft unter Kunstlicht entfalten, werden die Öffnungszeiten im "Forum- Creativ" während dieser Ausstellungszeit zum Teil auf den Abend verlegt.
Weitere Informationen: Die Ausstellung ist bis samstags von 18 bis 21 Uhr, sonntags von 14 bis 20 Uhr, mittwochs und donnerstags von 16 bis 21 Uhr geöffnet. Montags und dienstags ist nur nach Voranmeldung offen.