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Haigerloch Gesprächskreis Synagoge ist stark gefordert

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Schwund: Seit zwei Jahren sind die Zahlen der Ausstellungsbesucher in der ehemaligen Synagoge rückläufig. Foto: Fechter Foto: Schwarzwälder-Bote

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Haigerloch (bf). Dem Gesprächskreis Ehemalige Synagoge in Haigerloch stehen schwierige Zeiten bevor: Spenden und Besucherzahlen in der Dauerausstellung "Spurensicherung" gehen zurück, der Verein muss zur Deckung laufender Kosten von de Substanz leben.

Klaus Schubert, Vorsitzender des Gesprächskreises erklärte bei der Hauptversammlung am Montag, der Verein sei "stark gefordert", um dieser Aufgaben Herr zu werden. Kassierer Wilfried Selinka hatte in diesem Zusammenhang erklärt, dass der Verein zur Deckung laufender Kosten 5000 Euro Minus gemacht habe.

Kosten fallen vor allem für Strom, Wasser und Heizung sowie für die Aufwandsentschädigung der ehrenamtlichen Aufsichtspersonen während der Öffnungszeiten der Synagoge an. Eintrittsgelder und Spenden hätten nicht ausgereicht, um diese Kosten zu decken. Erfreulich sei dagegen, dass das Darlehen für den Umbau der Synagoge zum Ausstellungs- und Veranstaltungsraum weiter getilgt werden konnte. Auch die Besucherzahlen sind 2010 mit 1768 gegenüber dem Vorjahr (2008) um 240 Personen zurückgegangen. Nach kurzen Aufschwüngen in den Jahren 2007 und 2008 gehen sie kontinuierlich zurück. Es gab 29 Führungen.

Der Verein will nun versuchen, in der Dauerausstellung immer wieder auch Neues zu zeigen, um weitere Besucher anzulocken. Spenden sollten gezielt für bestimmte Projekte erbeten werden.Die monatlichen Führungen sollen laut Schubert eine thematische Ausrichtung erhalten.

Erfreulich fand erauch, dass sich die beiden Realschülerinnen Verena Besenfelder und Manuela Wannenmacher weiterhin für die Synagoge engagieren und ein Projekt für Jugendliche ins Leben rufen wollen. Schriftführer Günther Fessmann erwähnte in seinem Jahresrückblick besonders die Veranstaltungen "Ballade und Melodram" und die Lesung am 9. November.

Im Anschluss an die Versammlung präsentierten die Gymnasiasten Larissa Schäfer, Kim Zizmann und Raphael Krämer den Film "Flucht in die Schweiz". Der Film erzählt in Interviewausschnitten das Leben Lothar Fausers.

Herausgekommen ist eine sehr persönliche Sicht auf die Kindheit in einer halbjüdischen Familie im Dritten Reich. Die Schüler bekamen von der Versammlung viel Lob für ihre Arbeit. Der Film wurde als wichtiges Zeitdokument gesehen, das wohl nicht mehr lange in dieser Form zu realisieren gewesen wäre.

 
 

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Thomas Kost

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