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Haigerloch-Bad Imnau - Aus nah und fern kamen am Samstag und Sonntag die Narren nach Bad Imnau, um mit mit den Wasserköpfen deren 50. Geburtstag zu feiern.
Höhepunkt der dreitägigen Jubiläumsfeier war der große Umzug durch die Ortsmitte am Sonntagnachmittag. Annähernd 3000 Maskenträger und Musiker aus über 40 Vereinen kamen dazu in den knapp 600 Einwohner zählenden Kurort.
Trotz des trüben aber trockenen Wetters war die Stimmung einfach toll. Immer wieder erhielten die Narren von den tausenden dichtgestaffelt am Straßenrand stehenden Zuschauern Beifall auf offener Szene, als sie sich in einem über zwei Stunden langen Umzug an ihnen vorbei bewegten.
Von zwei Plätzen aus wurde der närrische Lindwurm von Werner Winz (Dorfplatz) und Martin Probst (Brunnenstraße) stimmungsvoll kommentiert und die einzelnen Zünfte dem Publikum vorgestellt. In der Ortsmitte war auch die Ehrentribüne mit prominenten Gästen platziert. Unter den Gästen beim Jubiläum waren auch der Vizepräsident des Narrenfreundschaftsringes Neckar-Gäu, Klaus Ranft, sowie Haigerlochs Bürgermeister Heinrich Götz.
Bunt durcheinandergemischt zogen klassische Weißnarren, schaurige Hexen, Teufel, Geister oder zottelige Gestalten in allen Variationen zusammen mit Gardemädchen, Zunfträten, Bütteln, Musikkapellen und Guggenmusiker durch die Straßen. Für besonderen Trubel sorgten wie immer die Hexen, welche ihre meist jungen weiblichen Opfer gezielt aussuchten und mit ihnen Schabernack trieben.
Außer der Narrenzunft Haigerloch – sie war am Sonntag beim Narrentreffen in Hirrlingen präsent – waren alle Narrenvereine der Stadt (Stetten, Gruol, Weildorf, Trillfingen, Hart, Bittelbronn und Owingen) vertreten. Sie bildeten auch den Kopf des närrischen Lindwurms. Dazu gesellten sich etliche Narrenzünfte aus dem Freundschaftsring Neckar-Gäu wie Mühringen, Sulzau, Dettensee, Horb, Empfingen, Nordstetten, Betra, Glatt, Bierlingen, Felldorf, Wachendorf oder Ahldorf. Aus dem Zollernalbkreis waren die Narrenzunft aus Ringingen und die Hagemann-Hexa aus Hechingen präsent. Die weitesten Anreise hatten die Narrenfreunde aus Korb bei Stuttgart, die Schlossberghexa aus Herrenberg, die Narrenzunft Tübingen, Hexen aus Tuttlingen und Trochtelfingen.
Es war eine eindruckvolle Demonstration des schwäbisch-alemannisch orientierten Fasnetbrauchtums. Dem großen Umzug schlossen sich gestern Vorführungen in der Narrenhalle und im Narrendorf an, das aus vielen Festzelten und etlichen Verpflegungständen bestand.
Trotz des großen Andrangs hatten die Feuerwehr Bad Imnau und die Polizei die Situaton auf den Straßen gut im Griff.
Bereits am Samstagabend startete unter dem Motto "Nacht der Lichter" ein Umzug mit rund 2000 Teilnehmern durch die mit bunten Scheinwerfern effektvoll beleuchteten Straßen Imnaus. Auch hier war die Stimmung bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt prächtig. Bei der anschließenden Blubberparty in der Zeltstadt war es schwer, einen Platz zu ergattern. Bis tief in die Nacht hinein feierten die Narren ausgelassen Fasnet.