
Gutach - Erneut ein gutes Jahr für die Forstbetriebsgemeinschaft Gutach: Es wurde ein Spitzenerlös erwirtschaftet. Außerdem beschlossen die Waldbauern in der FGB-Jahresversammlung mit überwältigender Mehrheit, Wege künftig gemeinsam zu pflegen.
Wie Geschäftsführer Frank Werstein berichtete, lag der Erlös 2011 bei rund 1,1 Millionen Euro, wobei insgesamt 14 000 Festmeter vermarktet wurden. Das übertrifft die Ergebnisse der letzten 20 Jahre. Mit 96 Euro im Leitsortiment Fichte 2b lag der Marktpreis noch höher als im Vorjahr. Entsprechend warb Vorsitzender Peter Wälde dafür, verstärkt in den Wald zu gehen und die gute Marktlage zu nutzen. Insgesamt sei der Holzmarkt derzeit in Ordnung, wie Wälde ausführte. Das Problem sei aber, in den Sommermonaten, dann wenn die Sägewerke Holz verstärkt nachfragten, genügend Material zur Verfügung zu stellen, da die Waldbauern in dieser Zeit mit anderen Arbeiten beschäftigt sind. Während im Dezember und Januar der Verbrauch gedrosselt sei, sei dies die Haupteinschlagzeit, so Wälde.
Auch Oberforsträtin Silke Lanninger appellierte an die Mitglieder, jetzt einzuschlagen, und hob dabei vor allem die Qualitäten der Weißtanne hervor, die für Standfestigkeit und Güte stehe. Lanninger informierte außerdem darüber, dass es Veränderungen im Bereich Steuern für die Waldbauern geben werde: Besitzer von mehr als 50 Hektar Wald werden künftig buchführungspflichtig sein, außerdem wird es Veränderungen in der Kalamitätsbesteuerung geben. Lanninger empfahl, sich diesbezüglich mit einem Steuerberater zusammenzusetzen.
BZ-Bevollmächtigter Volker Sahr stellte außerdem den Stand des Wegenetzes vor. So seien 2011 zehn Kilometer neue Wege angelegt worden, außerdem müsse darüber diskutiert werden, zusätzliche Wege über 18 Kilometer auszuschreiben. "Dann müssen wir schauen, was noch offen ist und ein Nachtragsprogramm beantragen", so Sahr.
Bürgermeister Siegfried Eckert ließ es sich in seinem Grußwort nicht nehmen, der FBG ein Lob auszusprechen und sicherte die weitere Unterstützung der Gemeinde zu. Eine echte Innovation vollzog sich mit der Gründung der Wegeunterhaltungsgemeinschaft gegen Ende der Veranstaltung: Die überwältigende Mehrheit erklärte sich bereit, künftig gemeinsam Wege zu unterhalten .