
Gutach (red/lr). Auf dem Weihnachtsmarkt des Vogtsbauernhofs kam es zu einer zufälligen und außergewöhnlichen Familienzusammenführung. Wie jedes Jahr war auch der Striebeleverein Gutach mit einem festlich geschmückten Stand auf dem Weihnachtsmarkt vertreten. Der Vorsitzende des Vereins Rolf Schondelmaier brachte Besuch, eine wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Westwood College in Texas, mit, um seinen Dienst am Striebelestand aufzunehmen. Petra Andrade, sein Gast aus San Antonio (Texas), half angesichts des großen Besucherandrangs am Stand mit, und bald schlossen die Striebelefrauen mit der jungen US-Amerikanerin Freundschaft.
Die Mitgliedschaft im Striebeleverein war besiegelt und trotz der vielen hungrigen Kunden gab es reichlich Gelegenheit zum Schwätzen. Dabei stellte die deutschstämmige Andrade aus Pfullendorf, die vor vielen Jahren bei dem ehemaligen Studiendirektor Rolf Schondelmaier das Abitur abgelegt hatte, fest, dass Marion Bruder aus Gutach, die neben ihr die Striebele an die Besucher ausgab, eine Cousine von ihr ist. Das war dann doch eine große Überraschung für alle: Gutach als Ort der Familienzusammenführung für zwei Menschen, die sich vorher noch nie gesehen haben, es sei denn als kleine Kinder.
Der Gutacher Bürgermeister Siegfried Eckert verspeiste eines der leckeren Striebele am Stand und bekam schnell Kenntnis von diesem erstaunlichen Treffen. Schon hatte er viele Ideen, so sprach er unter anderem von wirtschaftlichen und kulturellen Verbindungen zwischen Gutach und San Antonio und einer Partnerschaft zwischen beiden Gemeinden.
Siegfried Eckert lädt zu Treffen im Rathaus ein
Rolf Schondelmaier wandte ein, dass diese texanische Stadt mit 1,3 Millionen Einwohner vielleicht nicht ganz zu Gutach passen würde und sehr weit entfernt sei. Eckert lud dann am Montag zu einer offiziellen Begrüßung ins Rathaus ein. Dabei stellte er Gutach und seine Geschichte, den Werdegang und die aktuelle wirtschaftliche kulturelle und politische Situation dar.
Mit einem Schmunzeln sprach er von Gutach als einem der "Nabel der Welt", wo sich alle Nationen, wie man sähe, gerne treffen, aber von Gutach auch gerne willkommen geheißen werden. Man wolle in Verbindung bleiben, betonte Eckert.