
Gutach - Spatenstich für das Baugebiet "Westlich des Gasthauses Sonne II" in Gutach-Turm: Am Mittwochnachmittag wurde – wegen der eisigen Kälte im Eiltempo – der lang herbeigesehnte symbolische Akt vorgenommen, der insbesondere jungen Familien neue Perspektiven bieten soll.
Die Planungszeit des Baugebiets entlang der Schwarzwaldbahn indes war lang und alles andere als einfach. Für Planer und die Bauleitung ist das Projekt laut Martin Riedißer von der LBBW Kommunalentwicklung sehr anspruchsvoll gewesen.
Da ging es um das Hauptversorgungskabel der Telekom, welches im Baugebiet liegt, dazu kamen die Gashochdruckleitung und die Wasserversorgung des Zweckverbands "Kleine Kinzig".
Schließlich musste noch der Sicherheitsabstand zu den Bahnschienen berücksichtigt werden. Probleme bereitete auch die 200 Meter Lärmschutzwand, die sich unmittelbar am Gleiskörper über das gesamte Baugebiet ziehen wird. (siehe Bericht oben). Nun kann es endlich losgehen. Auf 8800 Quadratmeter insgesamt und 6400 Quadratmeter Nettobauland sollen neun Plätze für Doppel- und Einzelhäuser entstehen. Zwei Bauplätze sind bereits vergeben. Sobald die Witterung es zulässt, wird mit der Erschließung des attraktiven Wohngebiets in bester Lage begonnen.
Vor rund anderthalb Jahren hatte die Gemeinde Gutach die Kommunalentwicklung GmbH aus Freiburg beauftragt, die notwendigen Planungen vorzunehmen. Bauherr und Erschließungsträger ist die LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH, die Bebauungsplanung obliegt dem Planungsbüro Fischer aus Freiburg und die Planung und örtliche Bauüberwachung wird von der Firma Zink Ingenieure aus Offenburg vorgenommen, während die Firma Bonath aus Oberwolfach den Tiefbau übernimmt. Die Bauplatzflächen haben eine Größe zwischen 440 Quadratmeter und 1190 Quadratmeter. Voraussichtlich wird die Erschließung bis Sommer 2012 beendet sein, wobei derzeit schon weitere Interessenten für Bauplätze in Verhandlung sind. Um das Baugebiet zu realisieren, müssen zunächst 1600 Kubikmeter Erde ausgehoben werden. 200 Meter Rohre werden außerdem zu verlegen sein.
Bürgermeister Siegfried Eckert betonte beim symbolischen Spatenstich, dass das Baugebiet ein weiterer Baustein sei, um als Gemeinde insbesondere für junge Familien attraktiv zu bleiben.
Die Lage sei ideal für ein Wohngebiet, die Kosten blieben im vertretbaren Umfang. Eine Familie hat bereits einen Bauantrag eingereicht. "Sie wäre sicherlich aus Gutach weggezogen, wenn es hier mit dem Bauplatz nicht geklappt hätte", sagte Eckert auf Nachfrage des SchwaBo.