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Gutach Mitarbeiter zeigen Lieblingsplätze

(bab), vom 14.11.2011 01:00 Uhr
Nadja Seibert, Volontärin für Marketing und PR, ist fasziniert von dem Ruheplatz hinter der Klotz- und Plotzsäge.  Foto: Babic
Nadja Seibert, Volontärin für Marketing und PR, ist fasziniert von dem Ruheplatz hinter der Klotz- und Plotzsäge. Foto: Babic

Gutach - Für 2011 hat das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof seine Pforten geschlossen. Dabei hatten die Museumsmitarbeiter für den letzten Tag eine besondere Idee: Im Rhythmus von einer halben Stunde zeigte jeweils ein anderer Beteiligter seine Lieblingsorte auf dem Gelände: Spannend, wie unterschiedlich Menschen ihre Umgebung wahrnehmen.

Handwerkerin Ilona Max zieht es dabei stets zum Leibgedinghaus, dem klassischen Ruhesitz für Altbauern, in dessen Rahmen auch ihr Tätigkeitsfeld liegt. "Ich bin verliebt in das Leibgedinghaus", schwärmte sie, "es ist das Liebliche, das Kleine. Wenn ich hier wohnen würde, würde ich nicht viel verändern." Das 350 Jahre alte Haus habe es ihr angetan, und sie habe im Museum ihren Traumjob gefunden. Dabei war auch zusätzlich Interessantes zu erfahren: Das beispielsweise das Vogelhaus in der Ecke zu einer Modeerscheinung des vorvergangenen Jahrhunderts gehörte und die Vögel gleichzeitig als "Alarmglocken" dienten.

Marion Riehle, zuständig für den Besucherservice, hat es hingegen das Schauinslandhaus angetan. "Der knorrige alte Apfelbaum vor dem Haus ist für mich ein Ausdruck von Trotz gegenüber dem schweren Leben, denn das Schauinslandhaus stand auf großer Höhe und die Menschen waren widrigen Bedingungen ausgesetzt." Im Frühjahr, wenn der Baum blüht, fasziniere sie der Kontrast aus Hell und Dunkel. Sogar eine Zeichnung vom Schauinslandhaus hat Riehle angefertigt, die sie stolz präsentierte.

Nadja Seibert, Volontärin für Marketing und PR, ist hingegen fasziniert von dem Ruheplatz hinter der Klotz- und Plotzsäge. Dorthin entführte sie ihre Besucher und las neuere und alte Schwarzwälder Geschichten zur Besinnlichkeit vor. "Der Ruheplatz ist eine Art Gegenpol zu unserem Abenteuerspielplatz", führte sie aus. Die Besucher hingegen lauschten andächtig den Geschichten.

Auf diese Art ergaben sich neue Facetten des Museums: Jeder Mitarbeiter hat seine bevorzugte Stelle, die ihn fasziniert. Dafür steht der Vogtsbauernhof auch: für eine lange Geschichte menschlichen Lebens mit zahlreichen Details, die es immer wieder neu zu entdecken gilt.

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