Gutach. Michael Blum ist seit September Dirigent der Gutacher Trachtenkapelle. Am Samstag, 1. Dezember, leitet der 33-jährige Hornberger ab 20 Uhr sein erstes Jahreskonzert in der Festhalle in Gutach. Neben den Vorbereitungen dafür macht der Medientechniker gerade seine Ausbildung zum Dirigent. Die praktische Prüfung hat er bereits bestanden. Mitte Dezember folgt die theoretische.

Herr Blum, sie sind seit September Dirigent der Trachtenkapelle Gutach. Es ist Ihre erste Stelle dieser Art. Wie war der Einstieg?

Ich war jahrelang Musiker in der Stadtkapelle Hornberg. Bei der Gutacher Trachtenkapelle habe ich regelmäßig ausgeholfen. Von daher kannte ich die Truppe schon ganz gut. Den Musikern meine meine Ideen zu vermitteln, macht mir großen Spaß. Auch wenn ich immer wieder merke, dass das gar nicht so einfach ist.

Am kommenden Samstag ist das Jahreskonzert der Trachtenkapelle. Was verbirgt sich hinter dem Motto "eine musikalische Reise durch Europa"?

Das ist das erste Jahreskonzert der Trachtenkapelle mit einem Motto. Schon vor meiner Berufung als Dirigent habe ich mir das Thema überlegt. Europa war damals überall in den Medien. Im positiven Sinne mit beispielsweise dem Nobelpreis, aber auch im negativen Sinne mit beispielsweise der Eurokrise. Die Idee ist, einzelne Länder von ihrer musikalischen Seite vorzustellen. Wir haben ganz jeweils landestypische Lieder ausgewählt.

Das heißt sie spielen Stücke aus allen europäischen Ländern?

Nein, das natürlich nicht. Wir haben sieben Länder ausgewählt: Russland, Norwegen, Frankreich, Österreich, Italien, Großbritannien und Deutschland.

Welches ist ihr Lieblingsstück?

Da habe ich keins. Am besten gefällt mir der Gesamteindruck. Wir haben ganz verschiedene Stile von Marsch, Polka und Rock bis hin zur Klassik.

Wie weit sind die Vorbereitungen?

Die meisten Satzproben sind abgeschlossen. Kommende Woche haben wir noch drei Proben, um an der Feinabstimmung zu arbeiten. Vor einiger Zeit haben wie bereits ein Probewochenende gemacht.

Für Sie ist es das erste Jahreskonzert als Dirigent. Überwiegt die Vorfreude oder die Anspannung?

Es ist beides. Ich freue mich auf das Konzert, aber eine gesunde Aufregung gehört auch dazu.

Was haben Sie sich über das Konzert hinaus für Ziele gesteckt?

Der Leistungsgedanke steht bei mir nicht im Vordergrund. Mir ist es wichtig, dass wir Musik machen, die uns und den Zuhörern gefällt. Unsere Arbeit muss nach innen und nach außen rund sein. Dann wird es schöne Musik. u Die Fragen stellte Till Neumann