
Von Marijana Babic
Gutach. Der Waldbauerntag der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Gutach führte am Samstag quer durchs Kinzigtal. Energie und alternative Energiegewinnung waren die Themen, die die Landwirte mit Spannung verfolgten.
"Die Frage ist: Was kann ich mit Holz machen? Welche Impulse können den Landwirten gegeben werden?", erläuterte der Geschäftsführer der FBG, Peter Wälde, die Intention zum Waldbauerntag. Der erste Stopp war die Biogasanlage von Bernhard Kohmann im Unteren Hof in der Hausacher Frohnau. Wie Kohmann erläuterte, läuft die Anlage seit 2001 mit 35 Kilowatt, indem Kuhmist, aber auch Mais und Roggen verwertet und in Energie umgewandelt werden. Damit werden insgesamt drei Häuser mit Wärme und Strom versorgt. "Die wirtschaftliche Nettoleistung beträgt 8700 Euro im Jahr", schilderte Kohmann, "ich würde die Anlage nicht mehr missen wollen."
Mit Stolz präsentierte anschließend Andreas Heizmann auf dem Brandenkopf die Bürgerwindanlage, denn diese sei eine der effektivsten Anlagen in ganz Deutschland und könne es durchaus mit der Konkurrenz im hohen Norden aufnehmen.
Letzte Station war der Ramsteinerhof in Fischerbach bei Ulrich Müller. Dieser betreibt seit Anfang des Jahrs eine Holzvergasungsanlage, die in dieser Form noch in der Entwicklung begriffen ist. Wie Müller angab, bringt die Anlage derzeit eine Leistung von 45 Kilowatt. Sie produziert Strom, der ins Netz eingespeist wird – und sie arbeitet wirtschaftlich. "Eine tolle Sache", waren sich die Teilnehmer einig, die durch die Impulse möglicherweise Ideen für eigene Projekte entwickeln werden.
Beim anschließenden Vesper war noch eine Entscheidung zu fällen: Die Frage war, ob die bisherige Forstwirtschaftlichen Vereinigung Mittlerer Schwarzwald (FMS) und die parallel laufende Service GmbH der Einfachheit halber zusammengeschlossen werden zur einer Genossenschaft. Das "Kind" soll dann FVS eG heißen. Obwohl der Vorstand diese Entscheidung laut Satzung hätte allein fällen können, wolle man, so Wälde, die beteiligten Landwirte "mitnehmen". Und diese standen einmütig hinter der Genossenschaft.