
Gutach - Eine sehr gute Stimmung herrschte am Mittwoch bei der Betriebsversammlung beim Dorfbeck in Gutach. Bäckermeister Karl-Heinz Wöhrle führte das auf die Qualität und Frischer der Produkte und dem guten Service. Mit diesen Merkmalen will er auch im harten Wettbewerb gegen die Lebensmitteldiscounter bestehen.
Karl-Heinz Wöhrle lobte seine insgesamt 43 Beschäftigten, davon fünf Auszubildende, für das nach seinen Worten sehr gute Betriebsergebnis des vergangenen Jahres. "Das ist der Verdienst von euch allen." Zuvor war er kurz auf die lange Tradition des Dorfbecks eingegangen, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht. Wöhrle führt den Betrieb nun in der achten Generation und bedankte sich bei seinen Eltern, die den Grundstein für den Erfolg des Unternehmens gelegt hätten. Dank richtete er auch an seine Schwester Inge Schröder und an seine Frau Elke. Da diese am Dienstag ihren Ehrentag hatte, stimmten die Angestellten spontan ein kleines Geburtstagsständchen an.
Dass beim Dorfbeck ein gutes Betriebsklima herrscht, wurde auch bei den Ehrungen langjähriger Mitarbeiter und bei der Verabschiedung von Gudrun Hock deutlich. So gab es nicht nur anerkennenden Beifall von den Kollegen, sondern es schwappten sogar La-Ola-Wellen durch das Café in Gutach. Bei der Übergabe der Urkunde und der Präsente an die langjährigen Mitarbeiter hatte Wöhrle für jeden ein Lob parat. Besonders hob er aber die Leistung von Josef Singler und Anita Lehmann hervor, die beide 1976 zum Dorfbeck gekommen waren. "Das war ein ganz prägendes Jahr für den Betrieb", erinnerte sich Wöhrle, der damals noch ein "Lausbub" gewesen sei. Lehmann sei auch bei Hektik wie ein Fels in der Brandung und bei den Kunden sehr beliebt. Bei Singler wiederum habe er einst sein Handwerk gelernt.
Daran erinnerte sich auch Ehrenobermeister Bruno Hochstein, der den Mitarbeitern in Gedichtform mit auf den Weg gab, dass man den Kunden weiterhin freundlich und mit einen Lächeln begegnen solle. In der Kundennähe sah er auch ein Faustpfand im Wettbewerb gegen die Backstationen der Lebensmitteldiscounter. "Mir blutet das Herz, wenn die Leute dort einkaufen", sagte Wöhrle, der im Kampf um die Kunden vor allen auch durch frische, qualitativ hochwertige Ware punkten möchte. Dies natürlich nicht nur bei den Backwaren, sondern auch bei den Schokoladenprodukten wie beispielsweise Pralinen.
Sehr gut kommt laut Wöhrle bei den Kunden, für die man am 360 Tagen im Jahr da sei, auch der Sonntagsverkauf an. Aber auch für das Personal sei das Arbeiten an diesem Tag angenehm, da die Kunden mehr Zeit mitbrächten. Zudem kann sich der Geschäftsführer vorstellen, in diesem Jahr eine Nacht des Backens anzubieten.
In Bezug auf Investitionen nannte Wöhrle die Einführung eines neuen Kassensystems, das ab 2016 Vorschrift ist. "Auch da sind wir der Zeit voraus", sagte er stolz. Außerdem sei die Sanierung des Dachs in der Gutacher Filiale ein "großer Brocken". Weiterhin soll der Dorfbeck im Lauf des Jahres einen Internetauftritt erhalten.
Wöhrle freute sich auch über die Erfolge von Pascal Roming und dessen Zusage, zum Dorfbeck zurückzukehren. Der 25-Jährige war von 2004 bis 2007 in Gutach ausgebildet worden und hatte seine Gesellenprüfung mit Auszeichnung bestanden. Später ließ er sich in Berlin zum Lebensmitteltechniker ausbilden. Hier wurde er sogar bundesweit Klassenbester. Auch seine Prüfung zum Bäckermeister schloss er mit sehr gutem Ergebnis ab. Bevor es für ihn zurück in die Backstube geht, wird er nun aber erst für ein halbes Jahr nach Australien gehen.
u Zehn Jahre: Susanne Himmelsbach, Michael Lux, Annerose Hund, Rosemarie Wurster, Sandra Esslinger und Josef Singler (mit Unterbrechungen insgesamt seit 25 Jahren im Betrieb).
u 15 Jahre: Simone Aberle.
u 20 Jahre: Susanne Rosenfelder.
u 35 Jahre: Anita Lehmann.