Gütenbach (kou). Beste Vorarbeit hatte Rechnungsamtsleiterin Jasmin Stoll geleistet. Sie konnte in der Gemeinderatssitzung kompetent Auskunft erteilen.

Am Schluss machte sich allerdings Thomas Wursthorn trübe Gedanken: "Es sei dem Bürger schwer zu vermitteln, dass vor zwei Jahren noch drei Millionen Euro da waren und für nächstes Jahr 300 000 Euro Kredit aufgenommen werden müssen." Die Entgegnung Hans-Helmut Fahles, das habe man voraussehen können, ließ Wursthorn nicht gelten. Jedoch: Alles liegt an der verordneten Haushaltssystematik. Da wirken sich gute Jahre negativ auf Zuschüsse, Schlüsselzuweisungen und Umlagen aus.

Der Haushalt 2013 sieht ein Gesamtvolumen von 5,3 Millionen Euro vor, verteilt auf 3,5 Millionen Euro Verwaltungshaushalt und 1,8 Millionen Euro Vermögenshaushalt. Zufuhr von Geldern des Verwaltungshaushalts an den Vermögenshaushalt sind nicht möglich und müssen ausgeglichen werden. Im Vermögenshaushalt wurden Anpassungen vorgenommen, die Wahlen berücksichtigt und Gelder für Fahrzeuge erhöht.

Wesentliches geschieht im Vermögenshaushalt. Zugestimmt wurde dem absoluten Muss, das Meldeamt zu sanieren. Neue Tische anschaffen wollte der Rat allerdings nicht, aber der SAP-Umstellung (9000 Euro) wurde zugestimmt. Wichtig war die Einstellung von 109 000 Euro für die Sanierung der Festhalle und 200 000 Euro sind für Grundstückserwerbe vorgesehen. 170 000 Euro werden für Sanierung/Abbruch des Rathauses eingestellt und notwendig erscheint die Sanierung der Kirchstraße. Bei diesem Thema biss sich der Gemeinderat etwas fest, denn allein die "Grobplanung" wird minimal 35 000 Euro verschlingen. Für das nicht einfache Unterfangen hat die Kämmerin 50 000 Euro eingeplant.

Auch die Sanierung des Wasserhochbehälters Sommerberg schlägt mit 200.000 Euro zu Buche.