Grosselfingen Mehr Platz für Biogasanlage
Schwarzwälder-Bote, 23.05.2012 19:01 UhrVon Diana Nägele
Grosselfingen. Für eine Erweiterung der Grosselfinger Biogasanlage soll im Regionalplan eine Fläche bereitgestellt werden. Dieser Forderung an den Regionalverband hat der Grosselfinger Gemeinderat am Dienstag zugestimmt.
Derzeit ist das Gelände um die Biogasanlage als Grünzug eingestuft, der nicht bebaut werden darf. Diese Einstufung soll nun aus dem Plan entfernt werden. Damit bliebe dem Betreiber die Möglichkeit, irgendwann einmal die Biogasanlage vergrößern zu können. Mit einem festgelegten Grünzug rund um die Anlage, sei das nicht möglich. "Wenn wir jetzt nicht den Plan ändern, wird es später wesentlich schwieriger", sagte Möller. Das dafür notwendige Verfahren wäre sehr kompliziert und teuer. Jetzt sei die Neuauflage des Regionalplans noch nicht abgeschlossen, weshalb es einen bloßen Antrag auf Änderung bedarf, versicherte er.
Dem Wunsch auf die Aufhebung des Grünzugs begegneten die Gemeinderäten mit Misstrauen. Nein, er sei aktuell nicht geplant die Biogasanlage zu vergrößern, versicherte Möller. Es sei nur so, dass die Grosselfinger Anlage vorbildlich in ihrer Art und Funktion sei. Als Beispiel wies er darauf hin, dass sich die Anlage teilweise unter der Erde befindet. Als eine der ersten Gemeinden in der Gegend sei in Grosselfingen eine solche Anlage gebaut worden, noch immer gelte die Anlage als Vorbild für andere, sagte Möller. "Wir haben jetzt schon eine große Biogasanlage, es wäre schade, wenn wir jetzt dagegen stimmen würden – wir müssen uns die Reserven offen halten", warb er um Zustimmung. Das Ziel der Gemeinde sei es, sich so weit wie möglich selbst mit Strom und Heizenergie versorgen zu können. Die Biogasanlage trage zur Erreichung dieses Ziels bei.
Das überzeugte die Grosselfinger Räte offensichtlich, mit einer Enthaltung stimmten sie für die Aufhebung des regionalen Grünzugs im Bereich der Biogasanlage im Gewann Brachwiese. Außerdem stimmten die Räte der Fortschreibung des Regionalplans zu.
Im Plan werden die Ziele räumlicher Strukturen in Gemeinden festgehalten. Gleichzeitig wird in der Neuauflage die Veränderungen in der Bevölkerung bedacht.


