
Von Rainer Wolf
Grosselfingen. Musikalische Feinkost und ein Wechsel an der Spitze: Der Abschied von Chorleiterin Anneliese Schmid und der Neustart mit Sandra Spinnler prägten die Jahresfeier des Männergesangvereins Grosselfingen.
Der Kulturtreff am Samstag im Gasthaus Ochsen lockte zahlreiche Besucher an. Sänger und Publikum nahmen dabei offiziell Abschied von Chorleiterin Anneliese Schmid, die die Männer jahrelang dirigiert hatte. Helmut Miller, Präsident des Sängergaus Zollernalb, würdigte ihre Arbeit und wünschte ihrer Nachfolgerin gutes Gelingen. Ewald Endress, der Vorsitzende des Männergesangvereins, rief die Entwicklung des Chors und besondere Auftritte unter der Regie von Anneliese Schmid in Erinnerung. Die Redner würdigten ihre Zuverlässigkeit, Ausstrahlung und ihr Engagement, mit dem sie anspruchsvolles Liedgut umgesetzt habe. Die Zusammenarbeit zwischen Dirigentin und Chor sei immer harmonisch gewesen, das gute Miteinander Grundlage für die "beachtlichen Erfolge", die der Chor erzielte. Miller würdigte auch Anneliese Schmids Tätigkeit auf Gauebene, etwa die Arbeit als Leiterin des Gaufrauenchors und den Einsatz im Musikbeirat. Seit 1996 ist sie Trägerin der Ehrenmedaille in Gold.
Wie es mit den Chören nach dem Wechsel der Dirigentin weitergeht, erlebte das Publikum bei den Auftritten von Männerchor und Doppel-Quartett. Die neue Dirigentin Sandra Spinnler, seit einem halben Jahr im Verein, feierte einen gelungenen Einstand. Die Sänger zeigten sich in Bestform und begeisterten die Zuhörer mit einem vielseitigen Programm. Durch das Konzert führte Bürgermeister Franz Josef Möller, der selbst Sänger ist. Sandra Spinnler begleitete die Sänger an Klavier und Akkordeon.
Der Chor trug anspruchsvolle Stücke vor, etwa "Audite silete" von Michael Praetorius, die "Kosaken-Patrouille" und "Moskauer Nächte". Die Stücke nach Sätzen von Sandra Spinnler handeln vom Glück und der Magie der Liebe. "Der weiße Hirsch" von Konradin Kreutzer beschreibt die Natur der Taiga. Beim russischen Volkslied "Kalinka" beeindruckten die Solisten Heinz Beck und Hans-Anton Fecker. Zu Ehren von Anneliese Schmid sang der Chor "Wasserfahrt" von Felix Mendelssohn-Bartholdy.
Der Auftritt des Doppelquartetts unter der Leitung von Sandra Spinnler setzte einen weiteren Glanzpunkt. Zu hören waren jüngere Stücke aus anderen Genres, etwa der "Kriminal-Tango", "Diana" und "The Wanderer". Die Besetzung bestand aus Joachim Krauter, Heinz Beck, Hans-Anton Fecker, Ewald Endress, Rudi Lacher, Josef und Hans Kramer.
Der Hauptpreis bei der Tombola, 200 Euro in bar, ging an Klaus Wilczek. Der mit 100 Euro dotierte zweite Preis fiel auf Elisabeth Wolf.