Großbritannien und die EU 40 Prozent wären lieber "out" als "in"
dpa, 24.01.2013 08:08 Uhr
Westminster Abbey, Tea Time und die Royals: Die Briten haben ein starkes Nationalgefühl.Foto: dpa
Berlin - Bei einem Volksentscheid würden zurzeit rund 40 Prozent der Briten für einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union stimmen. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov unter 2000 Bürgern hervor. Premierminister David Cameron hatte am Mittwoch angekündigt, in den kommenden Jahren eine Volksabstimmung über den Verbleib seines Landes in der EU abzuhalten.
Bei der Umfrage gaben Anfang der Woche 37 Prozent der Befragten an, sie würden bei einem Referendum für einen Verbleib des Landes in der EU votieren. 18 Prozent erklärten, sie hätten keine Meinung dazu, sechs Prozent, sie würden an einer solchen Abstimmung gar nicht erst teilnehmen.
Die Zahlen unterliegen allerdings starken Schwankungen: Nur wenige Tage zuvor hatten sich in einer YouGov-Umfrage 34 Prozent der befragten Briten für einen Austritt und 40 Prozent für einen Verbleib ihres Landes in der EU ausgesprochen.
Europaweite Empörung: "Rosinenpickerei"
Camerons Ankündigung sorgte europaweit für Empörung und Bestürzung. Frankreichs Präsident François Hollande schloss aus, dass sich die EU von den Plänen der britischen Regierung erpressen lassen wird. „Europa muss so genommen werden, wie es ist“, sagte Hollande am Mittwochabend in Grenoble. Es sei nicht möglich, darüber zu verhandeln, um dann ein Referendum zu veranstalten. Die EU könne weiterentwickelt werden. Durch eine Volksabstimmung lasse sie sich aber nicht kleinmachen, sagte Hollande nach Angaben des französischen Nachrichtensenders BFM TV.
Auch die Außenminister Deutschlands und Spaniens, Guido Westerwelle und José Manuel Margallo, verfolgten die Ankündigungen aus London mit Sorge. Beide betonten am Mittwochabend in Madrid, eine „Rosinenpickerei“ mit weiteren Sonderrechten für Großbritannien werde nicht funktionieren.
Der frühere Außenminister Joschka Fischer (Grüne) warnte Deutschland und andere EU-Staaten vor Zugeständnissen an London. „Eine Gefahr für die Existenz der EU gäbe es nur, wenn Frau Merkel, Herr Hollande und all die anderen auf Cameron zugingen“, sagte Fischer dem ZDF-„heute-journal“.
Camerons Pläne grenzten an Absurdität. „Was er fordert, ist nichts geringeres als die Rückabwicklung der Europäischen Union, damit Großbritannien drinbleibt“, kritisierte Fischer. Die Briten sollten in der Gemeinschaft bleiben, „aber nicht um den Preis der Zerstörung der Europäischen Union“.





raus
Warum schmeißt man die Briten nicht endlich raus aus der EU. Die schießen doch in Allem nur quer. Linksverkehr, kein Euro, beim Abkassieren immer hier schreien, nur meckern aber selbst nichts bieten oder tun. Raus mit ihnen. Sollen sie doch sehen wie weit sie ohne EU kommen. Wir Deutsche müßten ohne Großbritannien viel weniger bluten als mit!
Gespielte Entrüstung?
Ich möchte eigentlich fast eine Wette darauf machen, dass eine derartige Umfrage in nahezu allen EU-Ländern das gleiche Ergebnis bringen würde...